Leserbrief

Telefonstörung

Nötig ist ein professionelles Backup-Konzept

Ein Desaster für Angehörige, Patienten und das gesamte Kreiskrankenhaus (BA vom 29.12.2020)

Entsetzt habe ich oben genannten ausführlichen Bericht gelesen. Viele Angehörige von stationären Patienten waren über die Weihnachtstage verzweifelt, da sie keine Möglichkeit hatten, telefonischen Kontakt zur Klinik aufzunehmen. Und das nur, weil die Telefonleitung der Telekom mehrere Tage gestört bzw. defekt war?

Wieso gab es keinen Notfallplan?

Einerseits verstehe ich nicht, warum die Telekom als genannter und zuständiger Provider nicht in der Lage war, diesen Defekt in kurzer Zeit zu beheben. Umso mehr wundert es mich aber, dass hier seitens der Klinik bzw. der betreuenden Wartungsfirma kein Notfallplan (Ersatzverbindung für die Telefonie) vorhanden ist.

Beispielsweise hätte der Telefonanschluss über eine LTE-Internetverbindung (Internet über Mobilfunk) als Ersatzverbindung umgeleitet werden können, und die Klinik wäre in kürzester Zeit wieder erreichbar gewesen.

Mittlerweile bieten auch viele Telefonprovider Backup-Lösungen an und leiten im Störungsfall eingehende Anrufe auf vordefinierte Festnetz oder Mobilnummern um. Das funktioniert dann sogar automatisch.

Es braucht hier in Zukunft für einen solchen Notfall also keine Prepaid-Handys „auf Halde“, sondern ein professionelles Backup-Konzept.

Raphael Hübner

Einhausen

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