Leserbrief

Krankenhäuser

Personalmangel ist durch die Politik verursacht

Gesundheitswesen in der Corona-Krise:

Unser Grundgesetz und die Grundrechte müssen im Gesundheitswesen besser beachtet werden. Etwa 3000 Krankenhäuser besaßen wir noch um 1960 mit angeblich viel zu vielen Betten. 1991 wurden nur noch 2411 Krankenhäuser mit 655 565 Betten registriert. 832 Betten gab es auf 100 000 Einwohner. 18 224 Patienten pro 100 000 Einwohner wurden behandelt. 14 Tage betrug die durchschnittliche Behandlungsdauer in den Kliniken.

2017 wurden nur noch 1942 Krankenhäuser mit 497 182 Betten gezählt. 611 Betten standen pro 100 000 Einwohner zur Verfügung. 23 553 Patienten pro 100 000 Einwohner wurden behandelt, also 29,24 Prozent mehr. 7,3 Tage lang weilten die Patienten im Durchschnitt in den Kliniken.

„Personal ist stark belastet“

Diese Zahlen vermitteln bereits die hohe Belastung des Klinikpersonals. Unterdessen wurden weitere Krankenhäuser geschlossen.

Von 2018 bis 2022 stellt der Gesundheitsfonds zusätzliche vier Milliarden Euro zur Förderung von Krankenhausschließungen zur Verfügung. Welcher Arzt und welche Pflegekraft arbeiten gerne in einem Krankenhaus, das womöglich in absehbarer Zeit geschlossen werden kann. So verursachen Politiker und Statistiker den Personalmangel im Gesundheitswesen.

Statistiker sollte man auf ihre alles und nichts beweisenden Statistiken hinweisen. In unserer Bundesrepublik gelten unser Grundgesetz und unsere Grundrechte und keine Statistiken, die gegen unsere Grundrechte verstoßen.

„Ballungsräume bevorzugt“

Regierungen verstoßen ständig gegen den Gleichheitsgrundsatz, wenn sie die Landbevölkerung durch Schließung ihrer Krankenhäuser benachteiligen und die Menschen in Ballungsgebieten bevorzugen, indem deren Krankenhäuser mit engeren Abständen sogar noch ausgebaut werden.

In der „Corona-Krise“ zeigt sich, dass die Krankenhäuser für ihre Arbeit nach einem grundgesetzwidrigen Leistungsprinzip, den Fallpauschalen, bezahlt werden. In der „Corona-Krise“ schreiben die Krankenhäuser ohne staatliche Hilfe noch höhere rote Zahlen.

Hermann Erb

Lindenfels

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