Leserbrief

1. Bergsträßer Schul-Klimatag

Phrasen und unsägliche Beleidigungen

„AfD-Mail sorgt für Aufsehen“, BA vom 13.09.3019

Da glaubt man seinen Augen nicht mehr, wenn man den Brief von Rolf Kahnt an die Veranstalter des Bergsträßer Schul-Klimatags liest. Er war doch jahrelang unser Kollege, der sich nie in dieser abwertenden Art und Weise uns und der Schülerschaft gegenüber äußerte.

Seine wie unsere Aufgabe war es, junge Menschen dabei zu unterstützen, sich zu unserer Gesellschaft und ihren Problemen zu informieren und sich damit kritisch auseinanderzusetzen. Dabei war immer wichtig, die Problematik im Blick zu haben und sich dazu eine eigene, begründete Meinung zu bilden und diese gegebenenfalls auch öffentlich zu vertreten.

Genau das tun junge Menschen im Moment u. a. in der Bewegung Fridays for Future. Rolf Kahnt sollte sich darüber freuen, auch wenn er inzwischen eine andere Meinung vertritt.

Muss man als AfDler so werden?

Statt sich sachlich bei einer öffentlichen Veranstaltung mit den Anliegen junger Menschen auseinanderzusetzen, verschanzen Kahnt und seine Kollegen von der AfD sich hinter einer Mail, die vor Phrasen und unsäglichen Beleidigungen strotzt.

Und darin sehen wir das Hauptproblem des ehemaligen Pädagogen Kahnt: Wie kann man sich so herablassend über junge Menschen äußern, die sich engagieren? Muss man als Mitglied der AFD so werden? Gibt es einen inneren Druck zu abstrusen Positionen? Muss man seine früheren Überzeugungen über Bord werfen?

Rolf Kahnt und alle, die seinen Umgang mit Andersdenkenden gut finden, sollten sich schämen!

Christa Böhme

Bensheim

(im Namen auch von

Gisela Schmidt-Dieterle,

Wolfgang Hassenpflug,

Sigrid Faller,

Ulrike Tzschentke)

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