Leserbrief

Lautertalhalle

Planungssicherheit sieht anders aus

Nach der monatelangen Schließung der Lautertalhalle wegen eines – angeblichen – Defekts an der Brandmeldeanlage und nach der Verabschiedung einer neuen Gebührenordnung durch die Gemeindevertretung durften die Vereine in Lautertal nach der Sommerpause erwarten, dass der Sportbetrieb wieder regulär aufgenommen werden kann.

Im Falle des Qigong-Kurses des SSV Reichenbach wurde mir Anfang der letzten Augustwoche von der zuständigen Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung zugesichert, dass der Kurs mittwochs von 18.30 bis 20 Uhr vom 5. September bis einschließlich 14. November durchgeführt werden kann.

Zum Erstaunen wurde die stellvertretende Vorsitzende unseres Vereins am 6. September per E-Mail darüber informiert, dass nach einem Beschluss des Gemeindevorstandes die Halle ab 1. Oktober bereits ab 19 Uhr geschlossen wird.

In Vereinen wird unentgeltlich ehrenamtlich gearbeitet und organisiert sowie viel Freizeit geopfert. Vereine übernehmen wichtige gesellschaftliche und soziale Aufgaben. Sie entlasten die Kommune, indem sie unter anderem Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche anbieten.

Will die neue Mehrheit die Sport- und Mehrzweckhalle ganz schließen? Dann sollten unsere Volksvertreter dies klar und deutlich so kommunizieren und diesem unzumutbaren Hick-Hack ein Ende bereiten.

Ehrenamtliche könnten gerne auf Ehrenamts-Card und Ähnliches verzichten, wenn man ihnen nicht so viel Energie rauben und Steine in den Weg legen würde wie in Lautertal.

Werte Volksvertreter im Gemeindevorstand: so sollte man nicht mit seinen Mitbürgern umgehen. Planungssicherheit für Vereine und Bürgernähe sehen anders aus.

Gerlinde Stocklas-Ertl

Reichenbach

Info: Leserbrief-Richtlinien online: bergstraesser-anzeiger.de/ leserbriefe

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