Leserbrief

Haus am Markt

Respekt und Hut ab vor dieser Entscheidung

Ich war und bin kein besonderer Freund unseres Bürgermeisters, was ich auch in diversen Kommentaren zum Ausdruck gebracht habe. Genauso wenig war ich ein Freund des Plans, das Haus am Markt abzureißen. Der Beschluss wurde von der Stadtverordnetenversammlung gefasst und zwischenzeitlich umgesetzt.

Jetzt, wo Sankt Georg wunderbar in Erscheinung tritt und sehr viele Bürger sich für den Erhalt des Anblickes ausgesprochen haben, hat Rolf Richter zunächst eine Denkpause verordnet, da wohl auch bei ihm Zweifel an der Richtigkeit einer Neubebauung gekommen sind. Hut ab und mein Respekt vor dieser Entscheidung. Das war zu diesem Zeitpunkt die einzig richtige Entscheidung.

Und was machen der politische Gegner und auch die „Vereinigung der mutigen Bürger“? Kritisieren die Entscheidung, obwohl gerade die VdmB doch eine Denkpause gefordert hat. Nichts anderes ist eingetreten, aber das ist auch wieder nicht richtig?

Es ist jetzt Zeit über das weitere Vorgehen am Marktplatz nachzudenken – und zwar mit allen Gruppierungen und natürlich auch möglichst vielen Bürgern. Der Bürgermeister mag maßgeblich an der Entscheidung für den Abriss des Hauses am Markt beteiligt gewesen sein, aber letztlich endgültig entschieden haben das die Stadtverordneten.

In meinen Augen wäre es sinnvoll, die Verhandlungen mit dem Eigentümer des Fachwerkensembles auf der linken unteren Seite des Marktplatzes wieder aufzunehmen. Natürlich soll, kann und darf die Stadt nicht jeden beliebigen Preis zahlen. Aber wenn dort das Café Extrablatt und zum Beispiel Arztpraxen Platz finden würden, könnte das meines Erachtens wirklich für eine Belebung des Marktplatzes und der Innenstadt sorgen.

Peter Franke

Bensheim

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