Leserbrief

Marktplatz

Schutthaufen ist ein Armutszeugnis für die Stadt

„Das diskreditiert alle Bürger, die sich eingebracht haben“, BA vom 25. Mai

Die Stellungnahme der Ersten Stadträtin zum Trümmerfeld am Markt vor der Kirche Sankt Georg ist erschütternd. Der von ihr vorgestellte zeitliche Verlauf zum weiteren Vorgehen am Marktplatz zeigt: Es wird noch mehr als ein Jahr dauern, bis klar ist, wie es denn weitergehen könne. Wann mit Baumaßnahmen begonnen werden kann, wenn überhaupt, steht völlig in den Sternen (neue Zusammensetzung des Stadtparlaments, leere Kassen wegen Corona).

Was für ein Amtsverständnis hat die neue Baudezernentin unserer Stadt, dass sie einen solchen Schandfleck auf nicht absehbare Zeit im Herzen der Stadt dulden will? Mit ihrem Herzen scheint die Erste Stadträtin jedenfalls noch nicht im schönen Bensheim angekommen zu sein.

Finanzielles Argument zieht nicht

Das finanzielle Argument zieht nicht wirklich. Keinerlei Probleme hat die Verwaltung trotz angespannter Kassenlage, um zum Beispiel Geld für Rechtsgutachten wegen der von der BI beantragten Fristverlängerung auszugeben.

Auch weitere Gelder für verschiedene Vorhaben wurden in der letzten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses bewilligt, obwohl die massiv wegbrechenden Einnahmen aus der Gewerbesteuer zu diesem Zeitpunkt schon bekannt waren. Gespart werden soll offensichtlich immer nur dort, wo es politisch gerade passt.

Spendenkonto einrichten

Wenn der Magistrat sich außer Stande sieht, den Marktplatz in einen einigermaßen akzeptablen Zustand zu bringen, so ist dies mein Vorschlag: Der Magistrat möge ein Spendenkonto „Schutthalde vor Sankt Georg“ einrichten.

Viele Bensheimer Bürger und Gewerbetreibende sind sicherlich bereit, einen privaten Beitrag zur Beseitigung dieses von der Stadtverwaltung geschaffenen Schandflecks zu leisten.

Die jetzige Situation ist für die größte Stadt an der Bergstraße ein Armutszeugnis und kann so nicht länger bleiben.

Udo Bergmann

Bensheim

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