Leserbrief

Fall Nawalny

So blöd können die Russen doch gar nicht sein

In den Medien fehlt zum Fall Nawalny der erste Gedanke jedes Realisten: „So blöd können die Russen doch gar nicht sein!“ ...

... dass sie es schon wieder mit Gift versuchen

... und dann so niedrig dosiert, dass das Opfer sicher überlebt.

Wer aber könnte Russland außenpolitisch pieken wollen, ohne versehentlich sein inneres Pieken zu lindern?

1. Unser Trumpel aus Übersee duckt sich verdächtig tief unter dem Suchscheinwerfer weg, wenn er angeblich Russland nicht ohne Beweise beschuldigen will. Seit wann braucht ausgerechnet der Beweise? Die Friedensbemühungen Europas und vor allem Nordstream 2 würde er sicher gerne torpedieren.

2. Den Chinesen sind kleine oder streitende Nachbarn willkommen, weil man dort leichter und unbeobachteter „etwas abknabbern“ kann.

3. Auch die NATO braucht einen Feind, weil ihre Mitglieder sonst wieder schlecht zahlen. Das wäre zu weit hergeholt, wenn nicht Stoltenberg sich auf einmal als Kämpfer gegen Kampfstoffe darstellen würde - mikrogrammweise?

4. Bei „Kampfstoff“ klingelt schließlich ein Glöckchen aus 17 Jahren Vergangenheit, als der Krieg gegen den Irak wegen Tanklagern frischer Kampfstoffe begonnen wurde, von Geheimdiensten, Bush (USA) und Blair (GB) beschworen, aber nie gefunden.

Wenn es keine von allen anerkannte Untersuchung geben sollte: Hängen wir uns um Gottes willen nicht wieder an die Fäden von Geheimdiensten. Die dienen immer dem Teufel.

Manfred Pohl

Lautertal

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