Leserbrief

Erziehung

Sollten Kinder nicht auf Alltagsgefahren vorbereitet sein?

Mit großem Erstaunen habe ich die Ausführungen der Schulleiterin Sandra Aust gelesen, in denen sie über Eltern berichtet, die Sorgen um ihre Kinder entwickeln, da sich die Fenster im oberen Stockwerk öffnen lassen und möglicherweise ein Kind hinausfallen könnte. Oder über die Lage der Schule direkt an der Weschnitz.

Aufgabe der Eltern

Ist es nicht Aufgabe der Eltern, ihre Kinder auf das spätere Leben vorzubereiten und sie dafür stark zu machen? Gehört dazu nicht auch, dass ich mein Kind zu einem selbständigen und verantwortungsvollen Umgang mit alltäglichen Gefahren anleite, damit es sich eben nicht gedankenlos aus einem Fenster heraushängt oder ohne schwimmen zu können in die Weschnitz geht?

Ich frage mich, wie diese Eltern ihre Kinder erziehen – unter der großen Glasglocke, damit sie vor allen Gefahren dieser Welt bewahrt werden? Soll das eine Vorbereitung auf die spätere reale Lebenswelt sein?

Joachim Reese

Heppenheim

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