Leserbrief

Aussichtsplattform

Sorgloser Umgang mit Steuergeldern

Leserforum „ZDF-Beitrag war für mich Hammer der Woche“, BA vom 28. Mai

Der NABU-Vertreter hat ja recht, wenn er von seiner neuen „Beobachtungshütte“ im Naturschutzgebiet Weschnitzinsel spricht. Die Vogelschützer haben gute Sicht, wenn sie größere Teile des Gebietes erfassen können und „nicht immer gegen die Sonne sehen müssen“, wenn sie die Lebensbedingungen der vielen Brut- und Rastvögel und allen anderen Bewohnern der offenen Auenlandschaften beobachten können. Zitat: „Wenn wir Ornis von dort aus beste Sichtverhältnisse für unsere Erfassungsaufgaben haben, dann frage ich mich, was denn der ,normale’ Besucher noch sehen will, was uns scheinbar entgeht“.

Es gibt aber auch noch Besucher, die die Arbeit der Ingenieure, Planer, Biologen, Behörden, Politiker, Bürger und Bauern wertschätzen möchten, die die Vereinigung und Renaturierung der Weschnitzläufe – „optimal und für viel Geld gestaltet“ – erleben und leibhaftig sehen möchten. Das ist allerdings nicht möglich. Das vom Bürger gegebene Steuergeld für die „gelungene Renaturierungsmaßnahme“ lässt sich leider aus diesem Blickwinkel nicht einsehen.

Es ist keine Effekthascherei, wie es der Leserbriefschreiber benennt, sondern einfach die nackte Realität, wie heute absolut sorglos und verschwenderisch mit Steuergeldern umgegangen wird. Es ist allerdings nichts einzuwenden, wenn sich herausstellt, dass der NABU seine Beobachtungshütte selbst bezahlt hat.

Zum Schluss ein Vorschlag zur Güte: Bei diesen Summen der Umgestaltung der Weschnitzinsel dürfte es doch kein Problem sein, neben der Beobachtungshütte eine Aussichtsplattform in entsprechender Höhe zu errichten. Das fördert ganz bestimmt die Besucherströme nach Lorsch.

Klaus Straub

Einhausen

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