Leserbrief

Welterbestätte

Statt Parkplatz reicht vielleicht eine Schranke

Der Lorscher Parkplatz Ost, falls er gebaut würde, wird unsere Stadt im Guten wie im Bösen ästhetisch und stadtentwicklungspolitisch nachhaltig prägen. Denn politisch schön ist, was passt.

Nur anscheinend politisch klug war es, einstimmig vor Jahren im Parlament zu erklären: Wir schaffen Baurecht für den Parkplatz Ost, aber zahlen werden wir ihn aus der Stadtkasse nicht. Denn nun hat der Bürgermeister Mühe, Zuschüsse oder Spenden zu finden, von denen dieser Parkplatz bezahlt werden könnte. Sollte man den Parkplatz Ost brauchen, muss es zum Beispiel einen Bezahl-Kompromiss zwischen Stadt und Land geben (20 Prozent zu 80 Prozent?).

Erlaubnis bei Geburtstagsfeiern

Braucht man für die zukünftigen museumspädagogischen Kindergeburtstagsfeiern den Parkplatz Ost? Genügte hier nicht – wie im Fürstenlager – eine Schranke und eine Einfahrtsgenehmigung für die Autos der Eltern hinter zum Besucherinformationszentrum (BIZ)?

Braucht man den Parkplatz Ost, weil die Busfahrer unbedingt einen Parkplatz mit entsprechenden Toiletten für ältere Besucher brauchen, da diese sich bei der Ankunft erst einmal erleichtern müssen (im BIZ)? Was wäre, baute man einen Parkplatz in der Nähe des Wohnmobilstellplatzes? Könnte man die Odenwaldallee nicht so verkehrsberuhigen und herrichten, dass zum Beispiel Busfahrer wegen der älteren Besucher nahe der Toiletten am Karolingerplatz halten und zum Warten auf die Besucher weiterführen auf der Klosterstraße und Heppenheimer Straße zum neu zu bauenden Parkplatz bei den Wohnmobilen?

Aus ästhetischen Gründen sollte ein Parkplatz „in der Mitte“ (anstelle der Kleingärten?) nicht zur Verfügung stehen, da der Blick vom Kloster auf die Kulisse der Odenwaldberge getrübt würde – es sei denn, man könnte ihn richtig grün machen mit immergrünen Bäumen, Sträuchern und Blumen für die Bienen.

Stefan Link

Lorsch

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