Leserbrief

Energiepreise

Stromsparer werden abgestraft

„Höherer Strompreis hat nichts mit Neubau zu tun“, BA vom Mittwoch, 20. Juni

Dass ein Unternehmen gestiegene Einkaufspreise an den Endkunden weiterreicht, ist durchaus verständlich.

Die GGEW erhöht den durch Stromverbrauch entstehenden Arbeitspreis in unserem Fall aber nur sehr geringfügig. Stark erhöht wird dafür der verbrauchsunabhängige Grundpreis: von 54,86 auf 142,80 Euro – satte 260 Prozent! Was dazu führt, dass wir für einen Vertrag, bei dem wir durch Energiesparmaßnahmen den Verbrauch stark gesenkt haben, jetzt in der Summe genau 50 Prozent mehr bezahlen müssen.

Mit solchen Maßnahmen erscheinen Investitionen in stromsparende Geräte zumindest wirtschaftlich sinnlos. Der Kundenservice der GGEW ist nicht zu errreichen – wenn man es nach vielen Anläufen in die Warteschleife schafft, wird das Gespräch nach einer Weile einfach beendet.

Und dass die Preiserhöhung auf der Rückseite eines Anschreibens zur mehrseitigen Erläuterung der Datenschutzgrundverordnung angekündigt wird, trägt auch nicht gerade zur Vertrauensbildung bei. Zum Glück haben wir alle ja gute Vergleichsmöglichkeiten, um alternative Stromanbieter zu finden.

Dieter Krieger

Petra Bär

Lorsch

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