Leserbrief

Eulergelände

Tempo 30 wird dort angeordnet, wo es angebracht ist

Henne oder EI, was war zuerst da? Die Frage ist beim Eulergelände leicht zu beantworten. Die Friedhofstraße mit erlaubter Geschwindigkeit 50 km/h war schon lange bevor die Bebauung erfolgte da. Dies muss auch allen jetzigen Bewohnern klar gewesen sein, als sie dort Wohneigentum kauften.

Ich halte es auch für ziemlich übertrieben, von Gewinn für die Stadt und Belebung der Innenstadt zu reden. Wie viele der Bewohner sind denn tatsächlich Bensheimer Neubürger? Wie viele nutzen die Angebote der Innenstadt? Ich halte es sogar für anmaßend, davon zu reden, dass sie „darauf vertraut haben, dass die Stadt sie wertschätzt und ihr Vertrauen mit Taten zurückzahlt“.

Dem Verkehr anpassen

Das alles soll ein Tempolimit in der Friedhofstraße bringen? Nein. Auch ist ein Tempo 30-Limit in anderen Wohngebieten nicht „üblich“. Es wird dort angeordnet, wo es angebracht erscheint, wie vor Kindergärten und Schulen.

Warum ist es den Anwohnern nicht möglich, sich dem Verkehr entsprechend vorsichtig zu verhalten? Mir ist durchaus bewusst, dass es immer und auch bei einem Tempolimit unvernünftige Verkehrsteilnehmer gibt, denen gewisse Verkehrsregeln völlig egal sind.

Völlig übertrieben

Ich halte den Leserbrief für völlig übertrieben. Er verlangt mit überzogenen Argumenten („feige hinter Paragrafen und Vorschriften verstecken) Maßnahmen der Stadt, die dann wiederum zulasten anderer Bürger und Verkehrsteilnehmer gehen. Ich denke, man kann erwarten, dass die Bewohner sich auch entsprechend der Verkehrsregeln als Fußgänger verhalten und ihrerseits auf den fließenden Verkehr achten. Und was die Umweltbelastung durch Abgase und Lärm angeht, frage ich mich, was besser ist: im dritten Gang mit 50 km/h oder im zweiten Gang mit 30 km/h zu fahren?

Peter Franke

Bensheim

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