Leserbrief

Klostergelände

Trostlose Wüste ohne Nistraum für Vögel

In den Leserbriefen der letzten Tage zum Lorscher Klostergelände ging es hauptsächlich um Mauern, Gerüste, Pflastersteine sowie um die Person Karl Weber. Über Naturschutz konnte ich bisher noch nichts lesen.

Wichtiger Rastplatz

Das Klostergelände war ja für viele Tier- und vor allem für Vogelarten ein geeigneter Lebensraum. Im Klosterpark war auch ein wichtiger Rast- und Nahrungsplatz während des Vogelzugs im Frühjahr und Herbst, er war somit ein idealer Ort zum Vogelbeobachten. Momentan findet man hier eine trostlose Wüste vor.

Vom Naturschutzcharakter des Klostergeländes bleibt momentan wenig übrig. Man hat den Vögeln dort nicht nur ihre Lebensgrundlage, sondern auch ihre Nistmöglichkeiten weggenommen.

Fledermäuse sind verschwunden

Gerade Zwerg- und Breitflügelfledermäuse konnte man bei ihren Jagdflügen im Klostergarten sehr gut beobachten. Zum jetzigen Zeitpunkt sind sie dort gänzlich verschwunden.

Es ist zu hoffen, dass die für den Naturschutz wertvollen Flächen wieder so gestaltetet werden, dass sie ihre Funktion für Vogel- und Pflanzenarten wieder voll erfüllen können, um so Quartiere und Nahrungsbiotope für wildlebende Tiere wie Turmfalken, Schleiereulen, Schwalben oder Fledermäuse zu sichern, die sich an das Leben in der Stadt angepasst haben.

Gleichwertiges Biotop zu erhoffen

Man darf gespannt sein, ob es der Schlösserverwaltung gelingt, auf dem Lorscher Klostergelände wieder ein ersatzweise gleichwertiges Biotop herzustellen. Hierbei sollte man die Bevölkerung sowie auch einzelne Naturschutzverbände für Fragen des Natur- und Umweltschutzes mit einbeziehen.

Klaus Schumacher

Lorsch

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