Leserbrief

BUND und Naturschutz

Umweltverband oder doch eher Industrieverband?

„Odenwälder Beton-Wendehälse und die Windkraft“, BA-Leserforum vom Samstag, 14. Juli

Im BA äußert sich der BUND, vertreten durch Herwig Winter, Mörlenbach, zum Bau von Windanlagen im Odenwald. Er greift ehemalige Landräte an mit deren Politik der „Bevorzugung“ von Straßenbauten und Gewerbegebieten und der „Verhinderung“ von Windindustrieanlagen. Diese Verknüpfung erscheint völlig verquer.

Winter scheint sich der Fernwirkung der Windanlagen nicht bewusst zu sein. Nunmehr erkennt man diese Anlagen bereits beim Einfahren in den Odenwald bei Entfernungen von rund zehn Kilometern. Von den Nahwirkungen auf die ansässige Bevölkerung nicht zu reden. Winter sollte sich der gnadenlosen Naturzerstörung des Odenwaldes bewusst sein.

Mit Naturschutz nichts am Hut

Es ist wohl offensichtlich, dass der BUND mit Naturschutz nichts am Hut hat. Eine Institution, die vorgeblich für den Naturschutz eintritt, aber das Gegenteil praktiziert, ist nicht glaubwürdig. Im Übrigen: Wo bleiben in dieser Sache die Reaktionen des Unesco-Naturparks Odenwald/Bergstraße? Ist dieser nicht mehr an seiner ursprünglichen Aufgabe interessiert?

Meine offene Frage an den BUND, ob denn in deren Satzung auch eine Passage enthalten ist, die den BUND verpflichtet, auch Energiepolitik zu betreiben, ist bisher unbeantwortet geblieben. Das gilt auch für weitere sogenannte Naturschutz-Verbände. Der BUND betätigt sich, wie der Leserbrief ausweist, als Industrieverband. Das Finanzamt sollte tunlichst die Gemeinnützigkeit des BUND, NABU und anderer überprüfen.

Eberhard Wagner

Bensheim

Leserbrief-Richtlinien online: www.bergstraesser-anzeiger.de/leserforum

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