Leserbrief

Haus am Markt

Verantwortliche im Rathaus zur Rechenschaft ziehen

„Mit dem Neubau will sich jemand ein Denkmal setzen“, Leserforum vom 29. November

Wie der Verfasser des Leserbriefs halten auch wird das Vorgehen der Fraktionen der CDU, GLB und „BgB“ für Schwachsinn. Wir, die Geschäftsführung der HTV GmbH – Annemarie Maletic, Holger Krumme, Thilo Tröller und Edbill Grote – hatten eine super Idee, um aus dem bestehenden Gebäude wieder etwas Sinnvolles zu machen. Aus diesem Grund baten wir unseren Bürgermeister um eine Möglichkeit der Begehung des Hauses.

Diese erfolgte am 25. April 2017. Wir waren vom Zustand des Hauses begeistert und hatten eine Menge kreativer Ideen, um aus diesem schönen Gebäude mit versetzten Ebenen etwas ganz Besonderes zu gestalten. Auch für eine neuartige ausgefallene Gastronomie mit Machern hatten wir sehr kreative Vorstellungen.

Stadt wollte nicht verkaufen

Aus diesem Grund baten wir unseren Herrn Bürgermeister um ein Verkaufsangebot. Wenn es dazu gekommen wäre, hätten wir gerne unsere Vorstellungen der Stadt mitgeteilt. Am 3. Mai 2017 erhielten wir in einem Schreiben des Bürgermeisters die Antwort: „Für einen möglichen Verkauf besteht unter den derzeit gegebenen Rahmenbedingungen keine Grundlage.“

Zu Zeiten des Gaststättenpächters Kagermeier waren der Marktplatz und das Lokal extrem stark belebt. Soweit ich informiert bin, wurde ihm die Pacht nach Ablauf des Pachtvertrages extrem erhöht, so dass er im Prinzip gezwungen wurde, sein Lokal zu verlagern.

Seit dieser Zeit ist der Marktplatz nahezu tot. Nach vielen Jahren der Unfähigkeit kommt man im Rathaus jetzt auf die glorreiche Idee, dieses Gebäude einfach abzureißen und für fünf Millionen Euro einen furchtbaren „Hasenkasten“ hinzubauen – wie es im oben aufgeführten Leserbrief richtig heißt.

Steuerverschwendung

Woher kommt das Geld? Verschweigt man, dass in den nächsten Jahren enorm große Steuerzahlungen in Bensheim wegfallen? Wie kann man eigentlich auf eine solche Idee kommen, den schönen historischen Marktplatz mit alten Pflastersteinen für 1,8 Millionen Euro durch Platten zu ersetzen? Auch dies ist unserer Ansicht nach Steuerverschwendung.

Was uns von den Verantwortlichen im Rathaus eingebrockt wird, müssen wir Bensheimer Gewerbetreibende und Bürger bezahlen. Wir sollten jeden Einzelnen, der uns diesen – wie ich finde – Unsinn antut, zur Rechenschaft ziehen.

Edbill Grote

Bensheim

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