Leserbrief

Jugendzentrum

Versagen der Verantwortlichen in der Stadt

„Lagerhalle kostet 1,38 Millionen Euro“, BA vom 15. August

Als Mutter zweier Söhne (17/18), die hier in Bensheim aufgewachsen sind, bin ich entsetzt über die Stellungnahme des Magistrats, dass Jugendliche als „Störfaktor“ im Zusammenhang mit der Suche nach einem geeigneten Jugendzentrum eingeordnet werden. Seit Jahr(zehnt)en ist die Situation für Generationen für Jugendliche im Alter ab 14 äußerst unbefriedigend.

Als totales Versagen der Verantwortlichen in der Stadt werte ich den Umgang mit den Heranwachsenden. Statt ernsthaft Lösungen für den Aufenthalt der jungen Leute zu schaffen, werden sie an den Rand von Kriminellen gestellt. Siehe zum Beispiel den Umgang mit Jugendlichen, die sich überwiegend friedlich – mangels Alternativen – bei gutem Wetter in den Weinbergen treffen. Es wurden von der Stadt Sicherheitsdienste beauftragt, die die Jugendlichen vertreiben, wenn sie abends dort angetroffen werden. Einziger akzeptierter Aufenthaltsort ist seit Generationen die Stadtmühle.

Eine Offenbarung des Magistrats ist die Einordnung der Jugendlichen als „Störfaktor“. Wie passt das dazu, dass Bensheim gerade für junge Familien attraktiv sein soll? Selbst die kleinsten Kinder werden älter.

Simone Strehler

Bensheim

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