Leserbrief

Bildung

Volkshochschule muss in Bensheim bleiben

Die Turbulenzen um Neubau oder Abriss des Bürgerhauses ließen die Nachricht über die Rückgabe der VHS-Arbeit an den Kreis (BA vom 11. Februar 2013) für die Öffentlichkeit fast unbemerkt bleiben.

Diese Maßnahme wäre eine Katastrophe für Bensheim, denn das dortige kulturelle Leben müsste enorme Einbußen hinnehmen.

Galerien, Ausstellungen, die vielfältige Theaterlandschaft gehen auf die Initiative der VHS zurück - abgesehen von dem reichen Kursangebot, maßgeschneidert für die Bedürfnisse unserer Stadt. Und die individuelle Betreuung der Dozenten und der Kursteilnehmer ist maßgeblich für eine hochwertige pädagogische Arbeit.

Seit 40 Jahren Dozentin

Da ich seit 40 Jahren als Dozentin an der VHS tätig bin, habe ich einen guten Überblick über die Entwicklung der kulturellen und Bildungslandschaft und deren Vorbildfunktion für die gesamte Region. Seit 1948 befindet sich die Bensheimer VHS in unterschiedlichen Aggregatzuständen, bis sie seit 2010 in den Eigenbetrieb Stadtkultur Bensheim mit hauptamtlichen städtischen Mitarbeitern integriert ist.

Kultur- und Bildungsarbeit brauchen Kontinuität, und ich sehe in der Maßnahme der Rückgabe der VHS-Arbeit an den Kreis einen gefährlichen Bruch. Daher appelliere ich an alle Beteiligten, sehr gewissenhaft dieses Vorhaben der Überführung der Bensheimer VHS-Arbeit an den Kreis zu überprüfen und die Positiva der hiesigen Arbeit in den Vordergrund zu stellen.

Kursteilnehmer des

französischen Literaturkurses,

Helga Wagner (Dozentin)

Bensheim

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