Leserbrief

Marktplatz

Was hätte Walter Geiger zum Haus am Markt gesagt?

Politisch oder persönliche Auslassungen zum ehemaligen Haus am Markt gab es ja zuhauf. Mir ist auch „nur“ wegen der derzeitigen „Narrenzeit“ was dazu eingefallen.

Wer, als alter oder mittlerweile emigrierter, „echter Bensemer“ kann sich nicht an das Stadtphänomen Walter Geiger erinnern? Der ebenso streitbare wie auch bewunderte Mensch Walter Geiger ist einem vor allem immer noch präsent, wie er einst in der ganzen Stadt mit seinem Markenzeichen, einem Handwägelchen, nach Verwertbarem (Achtung – Bauschutt!) fahndete, jeden noch einigermaßen erhaltenen Ziegel-, Keller- oder Hohlblockstein einsammelte, denselben peinlichst reinigte und in seinem durch Handarbeit errichtetes Eigenheim verbaute.

Genug für ein Mehrfamilienhaus

Was würde denn Walter Geiger zu dem bereits genügend beschriebenen Abriss des Hauses am Markt sagen? Ich sehe ihn von der Unterstadt her kommend, gerade ums Flecksche Eck biegen und dem Berg von Bauschutt ein verzücktes Lächeln entgegenbringen. Im Kopf blitzschnell rechnend, mit wie vielen Bausteinen er ab sofort rechnen könnte. Kein Eigenheim, nein ein Mehrfamilienhaus wäre da realisierbar. Auch ich hätte ihm da beim „Verwerten“ geholfen. Nach dem Motto: Nehmt alles nun zur Hand, der (Schand-)Fleck geht weg ganz ohne Rand.

Karl Schuster

Lorsch

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