Leserbrief

Beschilderung verbessern

Was wäre Lorsch ohne das Welterbe?

Ende Juli war unter der Überschrift „CDU möchte mehr Sitzgelegenheiten“ ein Artikel zu lesen, der die Kernanliegen der CDU-Lorsch wiedergab. Doch frage ich mich, ob nur das Thema Sitzgelegenheiten ein Aufhänger für die anstehende Kommunalwahl ist.

Klar, wünschen sich die Lorscherinnen und Lorscher mehr Sitzgelegenheiten – vor allem auch in den wunderschön gepflegten Anlagen, wie zum Beispiel im Klostergelände.

Mehr Bänke sind ein Muss und daran fehlt es, gerade in diesen Zeiten, wenn man sich nicht bei Fremden auf die Bank setzen darf oder einfach den Weg zum Freilichtlabor Lauresham nicht auf einmal schafft.

Schlösserverwaltung bezahlt

Aber wer pflegt das Klostergelände? Nicht die Stadt Lorsch. Es sind die Angestellten der Welterbestätte und diese werden von der Schlösserverwaltung (VSG) bezahlt.

Ergo, die Stadt profitiert hier sehr vom Land. Es waren kürzlich auch viele hochrangige Landesvertreter in Lorsch, die die Welterbestätte sehr gelobt haben. Meine Frage: Was wäre Lorsch ohne das Welterbe und ohne Lauresham? Wenn Lorsch weiterhin vom Welterbe und den Angeboten profitieren möchte, sollte mit der VSG zusammengearbeitet werden. Seit Jahren bestehen Vorschläge zu einer besseren Beschilderung, damit Besucher die Wege auch finden. Man wartet seit der Eröffnung von Lauresham auf positive Signale der Stadt. Lauresham besteht seit 2014!

Dies wurde im Juni in einem Leserbrief angemahnt, in dem der Eindruck geschildert wurde, die Stadt Lorsch habe kein großes Interesse an der Pflege ihrer historischen und touristischen Stätten und ausreichenden Hinweisen darauf.

Aber dem ADFC scheint es mit den Geh- und Radwegen nicht anders zu gehen. Es werden gute Konzepte eingereicht, aber es wird wenig umgesetzt. So erscheint es zumindest, wenn man den Leserbrief vom 4. August liest.

Das ist traurig. Meines Erachtens sind die Eisdielen und Restaurants nur so gut gefüllt, weil es das Welterbe und die gute Arbeit dort gibt, ebenso wie die gute Radwegführung in der Region. Die Gastronomie profitiert also von den Besuchern des Welterbe-Areals und von den Radfahrern, die hier gerne Station machen.

Wie muss also ein Konzept aussehen, das für alle ein Gewinn ist?

Monika Gutzler

Hanau

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