Leserbrief

Schwanheimer Straße

Wegfall der roten Fahrradflächen ist gut

Der Ortsbeirat West hatte sich bei Ortsterminen in der Schwanheimer Straße und in der Wormser Straße ein Bild von der Verkehrssituation gemacht. Ich selbst war begeistert, als vor Jahren die roten Flächen auf die Schwanheimer Straße gemalt wurden. Sehr schnell hat sich allerdings Ernüchterung eingestellt. Wie das Korn in einem Mahlwerk müssen sich Radfahrer zwischen ruhendem und fließendem Verkehr bewegen. Mittlerweile sollte allen klar sein, dass dies keine sichere Verkehrsführung darstellt. Nun sollen sie weg. Das ist gut.

Was nun mit einem als Ersatz benannten Angebotsstreifen gemeint ist, erschließt sich mir nicht. Ich habe die Befürchtung, dass hier die Pest mit der Cholera bekämpft werden soll. Vor einiger Zeit habe ich Gedanken zum Radverkehr zu Papier gebracht und der Verwaltung übergeben.

Darin auch ein Radwegemodell, wie es in anderen europäischen Ländern Standard ist. Dieses Modell habe ich beispielhaft auf die Schwanheimer Straße projiziert, dort kann ich mir eine Umsetzung sehr gut vorstellen. Der Ortsbeirat sollte sich dies einmal von Dezernent Andreas Born zeigen lassen.

Tunnel kein „Angstraum“

An der Wormser Straße auf Höhe des ehemaligen EKZ befinden sich in unmittelbarer Nähe eine Unterführung und eine Fußgängerampel. Beide haben ihre Berechtigung. Die Ampel für alle jene, die schlecht zu Fuß sind oder eine Tunnelphobie haben. Für alle anderen ist die Unterführung die sicherste und oft auch schnellste Möglichkeit, auf die andere Straßenseite zu gelangen.

Leider wird der geräumige Tunnel immer wieder mit den Attributen „Angstraum“ und „dreckig“ schlechtgeredet. Ich habe ihn angesehen und kann dies nicht nachvollziehen. Den Vorschlag, die Anlage attraktiver zu machen, finde ich sehr gut. Stichworte: Farbe, Licht, Spiegel und die Nachrüstung einer flachen Rampe.

Solch ein Vorschlag ist leider so vergebens. Dem Ortsbeirat ist wahrscheinlich der Bebauungsplan für das Areal nicht bekannt. Darin ist der Rückbau der Unterführung zu Gunsten von Parkplätzen beschrieben. Ich meine, dies ist ein sehr großer Fehler. Mit den neuen Wohnquartieren wird selbstverständlich die Anzahl derer erheblich steigen, welche die Wormser Straße überqueren müssen. Gerade zu den Hauptverkehrszeiten wird die Fußgängerampel permanent ausgelöst werden und damit der fließende Verkehr noch mehr als er es jetzt schon ist zum stockenden Verkehr. Damit verbunden sind unweigerlich mehr Lärm und mehr Abgase.

Ich meine, diese Ampel muss – wenn sie genutzt wird – im Takt mit der Anlage an der Fabrikstraße geschaltet werden und die Unterführung muss aufgewertet, attraktiver werden.

Robert Loreth

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