Leserbrief

Boris Palmer

Wie gehen wir mit Alten und Kranken um?

Wochen habe ich gebraucht, um über die Tragweite der Ansichten des grünen Spitzenpolitikers Boris Palmer in der Presse hinwegzukommen. Ich habe es einfach verdrängen wollen, so ungeheuerlich erinnert es an die Gräueltaten der Herren Goebbels und Himmler. Der eine kündigte vollmundig an, der andere vollstreckte.

Die Alten, Schwachen und geistig Behinderten der Gesellschaft hemmen unser Wachstum. Wegsperren oder noch besser? Das sind wohl offensichtlich die Gedankengänge dieses Herrn Oberbürgermeisters aus Tübingen. Einem Turbokapitalisten mit null ethischem Gedankengut könnte man sowas zutrauen, aber einem grünen Spitzenpolitiker auch?

Man kann doch nur den Hut ziehen vor der Leistung dieses Landes im Kampf gegen den Feind der gesamten Menschheit: dem Coronavirus. Für Sie, Herr Palmer, würde ich noch nicht einmal einen aufziehen, um ihn abnehmen zu können.

Sage mir, wie du (also die Gesellschaft) mit den Alten, Kranken, Behinderten und Tieren umgehst, und ich sage dir, wie viel Respekt man dir entgegenbringen kann. Ich habe, Herr Palmer (gibt es schon wieder weitere Artgenossen?), bewusst diese Zeilen früh morgens geschrieben, noch ohne Frühstück. Das wäre mir im Angesicht Ihrer Worte und Ansichten umgehend wieder entgegengekommen. Gott sei Dank können Sie, anders als die oben zitierten Herren aus der NSDAP, nicht „vollstrecken“.

Man hat meinen Vorfahren immer angekreidet, dass sie weggeschaut haben, wenn die oben Benannten ihr Unwesen getrieben haben. Das werde ich nicht tun. Deshalb, Herr Palmer, wenn Sie mit diesen, unseren Werten, nichts anfangen können, hauen Sie doch ab. Verlassen Sie doch dieses Land. Und nehmen Sie noch ein paar von der Sorte mit. Für Ihre Fahrkarten gebe ich auch was an Geld dazu.

Karl Schuster

Lorsch

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