Leserbrief

G 20-Gipfel

Wir müssen wieder erkennen, wer gut und wer böse ist

Was für ein Skandal! Beim G 20-Gipfel in Hamburg haben doch tatsächlich bedrohte Polizeibeamte sich zu wehren getraut und haben dazu Reizgas aus einer Mehrzweckpistole eingesetzt. Und sie sollen dabei auch noch gegen eine Anordnung des Polizeiführers verstoßen haben.

In welcher Zeit sind wir eigentlich gelandet, in der Einsatzkräfte der Polizei aus verschiedenen Bundesländern von Chaoten bedroht, angegriffen und verletzt werden und sich dafür erklären müssen, nach - so der Wortlaut der dpa-Meldung - "massivem Störerkontakt für den Einsatz entschieden, ohne vorherigen Kontakt mit dem Polizeiführer" aufzunehmen, um ihre Gesundheit zu schützen?

Jeden Tag, jede Stunde, jede Sekunde, 365 Tage im Jahr rund um die Uhr schützen uns die Polizeibeamte und nehmen dabei in Kauf, verletzt oder gar getötet zu werden. Der eine oder andere wird jetzt sagen, das sei Berufsrisiko. Nein, das ist zu einfach gedacht. Wir dürfen, wir müssen uns als Gesellschaft durchaus einmal Gedanken darüber machen, wie wir uns doch wegbewegen von den wichtigen Werten im Leben wie Respekt und Wertschätzung. Wo Lügner und Betrüger jeden Tag die Schlagzeilen beherrschen und sich Rettungskräfte durch eine nicht vorhandene Gasse zu einem Verkehrsunfall kämpfen müssen. In einem Unfallauto könnten auch Sie oder ich liegen.

Schalten wir doch bitte wieder unseren gesunden Menschverstand ein und führen uns vor Augen, wer die Guten und die Bösen sind. Die Chaoten von Hamburg gehören ganz sicher nicht zu den Guten. 162 Verfahren wurden gegen den "schwarzen Mob" bisher eingeleitet, von 109 Verdächtigen sind bisher die Personalien bekannt. Gegen 60 Polizeibeamte wird ermittelt - deren Namen sind dagegen allesamt bekannt. Wer engagiert sich wohl mehr um das Gemeinwohl in unserem Land?

Jürgen Pfliegensdörfer

Alsbach

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