Leserbrief

Neue Steuer

Wo ist dabei die Bekämpfung der Sucht?

Die Stadtobersten der Stadt Lorsch haben endlich in bewundernswert konsequenter Art beschlossen, die Spielsucht einzudämmen und zu diesem Zweck eine Wettbürosteuer kreiert! Da drängt sich mir ein Gedankenspiel auf: Angenommen, es gäbe eine einzige staatliche Brauerei, die noch dazu geschmacklich grenzwertiges Bier braut. Sofort würden fähige Brauer Brauereien gründen und ihrem Handwerk alle Ehre machen und massig Bier für beispielsweise drei Euro verkaufen.

Unsere weitsichtige Regierung erkennt daraufhin sofort einen gefählichen Anstieg der Alkoholsucht, der es entgegenzuwirken gilt, am besten durch eine neue Steuer auf diese privaten Brauereien. Recht so! Nun kostet allerdings das Bier immer noch drei Euro, der gemeine Biertrinker bekommt von der Steuer überhaupt nichts mit! Wo bitte ist denn hier die Suchtbekämpfung?

Probleme für private Anbieter

Vielleicht ist einfach nur beabsichtigt, die Menschen weiterhin dazu zu bringen, ein minderwertiges, staatliches Produkt wie zum Beispiel Oddset zu konsumieren und die privaten Anbieter zur Aufgabe wegen Unrentabilität zu bringen. Vergleichbar mit der Wettbürosteuer.

Klaus Rothermel

Bensheim

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