Leserbrief

Straßenbeiträge

Wollen sich BfB und GLB von der CDU absetzen?

Als Bensheimer kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wenn man den Ankündigungen von GLB und BfB im Bergsträßer Anzeiger vom 5. August Glauben schenken darf, so setzen sie sich bereits jetzt, mitten in der politischen Sommerpause, entschlossen für die Abschaffung der Straßenbeiträge ein.

Es sind dieselben Parteien, die noch am 27. Juni in der Stadtverordnetenversammlung den Antrag der FDP zur sofortigen bedingungslosen Abschaffung dieser Straßenbeiträge einhellig ablehnten, mit dem Hinweis, dass man die Ergebnisse der Ausarbeitungen des Magistrats zu diesem Thema abwarten müsse.

Der Antrag der FDP sei populistisch, er wolle nur Stimmung machen, wurde Holger Steinert unter anderem entgegengehalten. Bis zur nächsten Stadtverordnetenversammlung im September brenne nichts an, nach der Sommerpause wolle man entscheiden.

Das überraschende Vorpreschen der beiden kleinen Regierungsfraktionen in die Öffentlichkeit zu diesem frühen Zeitpunkt ist eigentlich nur erklärlich, wenn ihnen die Ergebnisse aus dem Magistrat inzwischen bereits vorliegen und sie diese bewerten konnten.

Oder handelt es sich um eine Absetzbewegung gegenüber dem großen Koalitionspartner, nach der Blamage, die GLB und BfB durch die Entscheidung unseres Bürgermeisters zum Haus am Markt erlitten haben, nachdem sie zuvor in Nibelungentreue die CDU unterstützt hatten? Auf die Fortsetzung des Bensheimer Politiktheaters darf man gespannt sein.

Udo Bergmann

Bensheim

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