Leserbrief

Abfallentsorgung

ZAKB soll sich auf Müllbeseitigung konzentrieren

Die neuen Müllgebühren des Zweckverbands Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB) haben mich überrascht. Wenn ich mit meinen Freunden aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg spreche, dann wundert es mich, warum die Müllgebühren im Nachbarkreis so niedrig sind. Ich werde voraussichtlich in diesem Jahr für die Abfuhr von Restmüll (80-Liter-Tonne), Papier (240-Liter-Tonne) und Biomüll (120-Liter-Tonne) 164,69 Euro bezahlen müssen. Meine Freunde bezahlen im Landkreis Darmstadt-Dieburg für dieselbe Leistung 115,20 Euro. Für eine Sperrmüll-Abfuhr zahle ich 15 Euro, im Nachbarlandkreis ist die Sperrmüllabfuhr kostenlos.

Keine „Experimente“ machen

Wie kann so etwas sein? Bezahle ich etwa die „Experimente“ des ZAKB – Biogasanlage, Windpark – mit? Wenn es schief läuft, dann trage ich mit meinen Gebühren etwa das Risiko mit? Wer kontrolliert eigentlich dieses Unternehmen, das mit den bei mir erhobenen Zwangsabgaben tun und lassen kann, was es will? Wo sind unsere Volksvertreter, die unsere Interessen vertreten?

Das kommunale Unternehmen ZAKB wurde doch mit der Zustimmung der Kommunalpolitiker gegründet. Ziel war es, die Abfallbeseitigung in eine Hand zu geben. Was würde mich die Müllbeseitigung kosten, wenn sich das Unternehmen auf diese Dienstleistung konzentrieren würde?

Ich erwarte keine Rückmeldung des ZAKB. Es würden doch nur Gründe für diese hohen Zwangsabgaben vermittelt. Mit fremdem Geld lässt es sich halt gut leben.

Norbert Weiland

Zwingenberg

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