Leserbrief

Kita Fehlheim/Schwanheim

Zum Wohl der Kinder eine Entscheidung treffen

Am 8. Juni lehnten die Ortsbeiräte von Schwanheim und Fehlheim die von Bürgermeister Rolf Richter vorgetragene Alternative zu einem siebenzügigen Kindergarten im regionalen Grünzug leider ab.

Rolf Richter hat mit dieser gelungenen Alternative aber gezeigt, dass er den Menschen zuhört und auch bereits eingeleitete Wege revidieren kann, wenn dies sinnvoll und im Sinne der Bevölkerung ist, was ihm sehr viele zu Recht hoch anrechnen. Leider scheint es so, dass die Ortsbeiräte mehr aus persönlichen Belangen als aus sachlicher Sicht diese Alternative abgelehnt haben.

Kulturelle Werte erhalten

Es gibt viele Gründe, warum sich die Eltern aber zwei Kindergärten, einen in Fehlheim und einen in Schwanheim, wünschen, die nichts mit Separatismus zu tun haben. Sondern vielmehr, dass zunächst die kulturellen Werte der einzelnen Kindergärten in einer Groß-Kita verlorengehen. Viele Feste und Traditionen, die die Kinder und Eltern mit viel Begeisterung vorbereiten und mitgestalten und tolle Erfahrungen sammeln, würden so nicht mehr stattfinden.

Konzept nicht mehr umsetzbar

Das von Kindern und Eltern hochgeschätzte Konzept eines offenen Kindergartens wäre ebenfalls nicht mehr umsetzbar und wir würden es wirklich sehr bedauern, wenn unsere Kinder und die Nachfolgenden nicht mehr in den Vorzug kommen, eine so wundervoll persönliche und familiäre Einrichtung, in der jeder Erzieher zu jedem Kind eine Bindung hat und es trösten kann, oder wundervolle Ereignisse zusammen erlebt und gefeiert werden, zu erleben.

Auch dass der Grünzug vor Fehlheim baulich belastet werden würde, kann aus heutiger ökologischer Sicht nicht gewollt sein, wenn es eine so gute Alternative gibt. Wie viele Eltern, Familien und Angehörige gehen hier spazieren und genießen tagtäglich die grüne Landschaft, dies wollen wir erhalten.

Wir Eltern sind nicht gegen größere Kitas im Allgemeinen, in Bensheim selbst gibt es Möglichkeiten für Eltern, die ihr Kind lieber in einer größeren Einrichtung sehen möchten. Aber solche, die hier auf das Land ziehen oder leben, tun dies bewusst und möchten diesen persönlichen und ländlichen Charakter und Charme auch gerne ihren Kindern weitergeben.

Im Sinne der Eltern

Wir Eltern erhoffen uns nun unserem Bürgermeister, dass er trotz der Entscheidung der Ortsbeiräte seine souveräne und überlegte Art beibehält und sich für die zwei separaten Kindergärten im Sinne vieler Eltern und für das Wohl der Kinder entscheidet.

Die Tatsache, dass nach einer Alternative zum vorherigen „Groß-Konzept“ gesucht und diese gefunden wurde, zeigt, dass die Stimme der Eltern verstanden und vertreten wurde, jetzt hoffen wir auf deren Umsetzung.

Melanie Zehrer

Birgit Klapfenberger

sowie mehrer Eltern aus

Schwanheim

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