Leserbrief

Verkehr

Zustand der L 3098 hat sich deutlich verschlechtert

Landstraße zwischen Beedenkirchen und Reichenbach:

Das Befahren der L 3098 zwischen Reichenbach und Beedenkirchen birgt große Risiken in sich. Ab dem 1. April 2019 wurde die Landstraße zwischen Reichenbach und Beedenkirchen erneuert. Der Zustand dieser erneuerten Landstraße hat sich im Vergleich zu vorher drastisch verschlechtert. Schon beim Entgegenkommen eines kleinen Pkw muss ein Kleinbus nahe an die hohen Randsteine ausweichen. Fahren auf der Landesstraße aber zwei Lkw oder gar zwei Busse in entgegengesetzter Richtung, dann geht nichts mehr.

Mit der Sanierung der Landstraße wurde diese – insbesondere durch die dicht herangerückten Leitplanken – so eingeengt, dass vielfach zwei Fahrzeuge nur dann aneinander vorbeikommen, wenn eines zurückfährt. Da auf der Strecke aber nur zwei Ausweichbuchten bestehen, ist auch das ein schwieriges Unterfangen.

Für mich hat die Sanierung der Landesstraße durch Hessen Mobil in dieser Form keinen Sinn, weil sie die Fahrtmöglichkeiten nicht verbessert, sondern insbesondere für die örtlichen Handwerks- und Busunternehmen, sowie die große Anzahl von Berufspendlern deutlich erschwert. Warum wurden die Leitplanken an dieser kurvenreichen Strecke nicht weiter zurückgesetzt? Hier engte Hessen Mobil den Verkehr so stark ein, dass größere Fahrzeuge nicht aneinander vorbeikommen. Am Ortseingang von Reichenbach aus Richtung Beedenkirchen jedoch sind keine Hindernisse zu sehen.

Dort kann mit „voller Pulle“ in unser Dorf hineingerast werden, vorbei an den Felsenmeerparkplätzen, die schon außerhalb des Ortsbereichs eingeordnet wurden und vor denen somit keine innerörtliche Geschwindigkeitsbegrenzung gilt.

In beiden Fällen sind dies recht seltsame Entscheidungen der zuständigen Behörden, die bei den Betroffenen mehr als Kopfschütteln hervorrufen. Zumal es Hessen Mobil nicht für nötig ansieht, auf die Beschwerden aus der Bevölkerung zu reagieren und seine Entscheidungen öffentlich begründet.

Verwunderlich ist auch das Verhalten der Ortsbeiräte von Beedenkirchen und Reichenbach, in denen das Thema weitgehend totgeschwiegen wird. Es kann doch nicht dauerhaft geduldet werden, dass Pkw, die ausweichen müssen, sich die Achsen beim Überfahren der zu hohen Bordsteine beschädigen.

Außerdem müsste eine Fahrbahnmarkierung in der Mitte der Straße angebracht werden, wie es sie auch auf der restlichen Beedenkircher Straße in Reichenbach gibt.

Alfred Kunert

Reichenbach

Info: Leserbrief-Richtlinien unter bergstraesser-anzeiger.de/ leserbriefe

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