Lindenfels

Burgfest Am Streckenverlauf des Umzugs gibt es Kritik / Aus Sicherheitsgründen will ihn die Stadt aber nicht verändern

Absage an neue Route für den Festzug

Archivartikel

Lindenfels.Der Lindenfelser Burgfestumzug am Sonntag, 4. August, wird trotz Anregungen aus der Bevölkerung nicht von seiner bisher üblichen Route abweichen, wie Bürgermeister Michael Helbig mitteilt. Grund seien Sicherheitsbedenken.

Das Ereignis mit Pferdegespannen und Trachtenträgern aus der ganzen Region hat in Lindenfels eine lange Tradition. In den vergangenen Jahren habe es aber des Öfteren kritische Hinweise gegeben, dass der Zug Unterbrechungen habe und stocke, erläuterte Helbig. Aufgrund der Temperaturen und des ansteigenden Weges hätten auch etliche Zugteilnehmer schon lange vor dem Wendeplatz pausiert.

Kein früherer Wendepunkt

Deshalb hatte sich der Verkehrsverein Lindenfels (VVL), Vorstand und Burgfestausschuss, dafür ausgesprochen im Jahr 2019 den Zug am Victoria-Parkplatz, neben der Gaststätte „Zur Ludwigshöhe“ zu wenden. Dies gab es schon einmal während der Bauphase der Nibelungenstraße. Ansonsten wurde der Umzug immer bis zum „Bus Schmidt“ geführt worden und drehte dort – was für die Pferdegespanne auch einfacher sei, wie Helbig betont.

In der ordnungsrechtlichen Bewertung seien im Verfahren Umstände zudem benannt worden, die einer genauen Abwägung bedurften, erläutert der Bürgermeister. In Gesprächen mit den Verantwortlichen, dem Ordnungsamt und den Stadtbrandinspektoren wurde nun festgelegt, den Umzug auch dieses Mal wieder über die gewohnte Strecke zu führen. Dies bedeutet, dass bei dem Umzug am Sonntag, wie gewohnt, auf dem Busparkplatz der Firma Omnibusreisen Schmidt gewendet und dann zurückgelaufen wird.

„Die Sicherheit der Zugteilnehmer hat oberste Priorität, deshalb habe ich in meiner Funktion als Ortspolizeibehörde entschieden, dass der Begegnungsverkehr des Umzuges selbst möglichst gering bleibt und auch an den Stellen der Begegnungen entsprechend breit ist. Dies ist auf dem Rückweg auf der Nibelungenstraße bis zur Abfahrt am Almenweg der Fall“, führte Bürgermeister Helbig aus.

Feuerwerk findet wohl statt

Bei der Verkürzung des Weges sei nicht nur nicht ausgeschlossen, sondern nach den Erkenntnissen während einer Begehung und Vermessung durch das Ordnungsamt sogar sehr wahrscheinlich, dass sich der Zug noch an der Einfahrt zur Burgstraße begegnet. „Es bedarf schon guten fahrerischen Könnens, die Gespanne in die Burgstraße zu fahren, sodass wir hier die komplette Breite der Nibelungenstraße auf der Höhe des Lindenplatzes brauchen. Entgegenkommende Teile des Festzuges würden hier ein zusätzliches Risiko bedeuten. Zumal an der Stelle auch stets viele Zuschauer stehen“, betonte Helbig.

Auch wenn er sich hier gegen eine Entscheidung des Vorstandes des Verkehrsvereins und des Burgfestausschusses stellen müsse, habe er die Verantwortung, alle vorgetragenen Aspekte abzuwägen und zu würdigen, verteidigt das Stadtoberhaupt die Entscheidung.

Um eine Unterbrechung und das Stocken des Zuges möglichst gering zu halten, habe man die Teilnehmer angewiesen auf einen flüssigen Umzugsverlauf zu achten. Zusätzlich wurde die Leitung von Omnibusreisen Schmidt gebeten, diesmal keine Wasserstation aufzubauen. Letztendlich seien die zu erwartenden Temperaturen in 2019 deutlich geringer als im Vorjahr, so dass man auch dies rechtfertigen könne.

Es gibt aber auch gute Nachrichten: „Nach dem Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gehen wir davon aus, dass auch das Feuerwerk stattfinden kann“, freut sich Helbig abschließend. red

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