Lindenfels

Breuberg-Bund Neue Ausgabe der heimatgeschichtlichen Zeitschrift „Der Odenwald“ erschienen

Als der Mainzer Kurstaat seine Straßen sanieren ließ

Odenwald.Im Verlag des Breuberg-Bundes ist die neueste Ausgabe der Vierteljahreszeitschrift „Der Odenwald“ erschienen. Die alte Geleitsstraße von Frankfurt-Höchst durch das Gebiet des mainzischen Kurstaates am Untermain über Seligenstadt, Miltenberg, durch das Taubertal bis hin zur Gerchsheimer Höhe südlich von Würzburg und die Straßenverhältnisse in diesem Raum im 18. Jahrhundert stehen im Mittelpunkt des ersten Beitrages. Manfred Schopp schreibt über „Kurmainz und die Nürnberger Geleitsstraße am Untermain – Vier Landkarten des späten 18. Jahrhunderts aus dem Mainzer Regierungsarchiv“.

1750 begann auch der Mainzer Kurstaat mit der planmäßigen Instandsetzung der wichtigsten Handelsstraßen. 1776 wurden diese Vorhaben in einer Chausseebau-Kommission gebündelt. Aus dieser Zeit stammen die vier farbigen Karten, die großformatig und ausklappbar vorgestellt werden.

Im nachfolgenden Beitrag befasst sich Berthold Schnabel mit „Margaretha Gans von Otzberg, Äbtissin des Benediktinerinnenklosters Seebach“. Zusammen mit ihrer vier Jahre jüngeren Schwester Anna wurde Margaretha – noch nicht volljährig – von ihrem Bruder Philipp den Nonnen des Klosters Seebach bei Dürkheim in der Pfalz übergeben.

Schwerpunkt der weiteren Darlegungen ist der Werdegang der Margaretha Gans. Schon früh wurde sie als Cellarin mit der Wirtschaftsführung des Klosters betraut. Etwas genauer beschreibt der Autor schließlich ihre nicht problemlose Wahl zur Äbtissin im Alter von nur 24 Jahren.

Weitere Beiträge der Zeitschrift sind Arnold Schwaiers Betrachtung „Der Gutleuthof in Schlierbach im Neckartal, das ehemalige Siechenhaus Heidelbergs vor den Toren der Stadt“ und ein Bericht „Mühle in Kirschhausen gegen Hubengut in Erbach bei Heppenheim – Durch Gütertausch zum Mühlenbesitzer“ des Heppenheimer Heimatforschers Hermann Müller.

Heinz Reitz schreibt über „Eine alte Fotografie aus Gammelsbach“, und in Kurzbeiträgen geht es um das „Ohmgeld im Amt Freienstein für das Jahr 1750“, die Forstarbeit vor 70 Jahren und den Lesefund: Edictalladung vom 28. Februar 1838. red

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