Lindenfels

Schlierbacher Kerb Nur ein Notprogramm wegen Corona

Alte Glocke rief die Bürger zur Kerweredd zusammen

Schlierbach.Vor Kurzem feierten die Schlierbacher ihre Kerb unter dem Motto „Ausgefallen wie noch nie“. Kerweparrer Robin Hördt berichtete, dass nach der offiziellen Absage des Festes durch die Vereine die Schlierbacher Kerwejugend eine kleine und eher private Feier auf die Beine gestellt habe. Dabei habe aber auch das Dorf insgesamt etwas Kerwestimmung abbekommen.

„Wir ließen es uns nicht nehmen, einen Kerwekranz zu wickeln und die Kerb auszugraben“, so Hördt. Er fuhr mit einem feuerroten Gabelstapler mit dem „satten Klang eines V8-Motors“ am Kerwesonntag durch Schlierbach. Unter der Kanzel war eine große Glocke aus dem Jahr 1918 befestigt, die vom Gasthaus Zum Schorsch in Erlenbach zur Verfügung gestellt worden war.

Durch das Geläut war hinreichend für Aufmerksamkeit gesorgt, und so liefen auch ohne vorherige Bekanntgabe etliche Schlierbacher zusammen. „Alle achteten auf die Abstandsregeln“, betonte Robin Hördt, der mehrfach im Dorf die Kerweredd auspackte und vortrug. Unterstützt wurde er dabei von Mundschenkin Carolin Keil, die das Amt in Vertretung für Justin Hördt übernommen hatte.

Bierkästen im Mindestabstand

Der kleine Umzug wurde vom Schlierbacher Kerwesymbol, dem Bluggskaisch, begleitet. Auf dem hatten in diesem Jahr aber keine jungen Männer Platz genommen, sondern Corona-Viren – Schlierbacher Humor halt. Die Abstandsregel wurde durch rollende Bierkästen verdeutlicht, die im Mindestabstand von 1,50 Meter folgten. Und für die Kerwemusik sorgte die Ein-Mann-Kapelle „Hexenschuss“.

Auch die Schlierbacher Gaststätten ließen es sich nicht nehmen, das gewohnte Kerweessen zuzubereiten, informierte Robin Hördt. jhs

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel