Lindenfels

Evangelische Kirche Jutta Grimm-Helbig und Sabine Allmenröder gestalten morgen eine Feier in Lindenfels

Altersarmut als Thema im Gottesdienst

Archivartikel

Lindenfels.„Altersarmut ist weiblich“: Zu einem Gottesdienst über dieses Thema lädt die evangelische Kirchengemeinde Lindenfels für morgen (Sonntag) um 10 Uhr in ihre Kirche ein. Der Gottesdienst wird gestaltet von Pfarrerin Jutta Grimm-Helbig und der Referentin für gesellschaftliche Verantwortung im Evangelischen Dekanat Bergstraße, Sabine Allmenröder. Anlass ist eine Ausstellung des südhessischen Bündnisses „Gemeinsam gegen Altersarmut von Frauen“.

Auf sechs lebensgroßen Plakaten stellen sich in der Kirche Frauen unterschiedlichen Alters mit ihren Erwerbsbiografien vor: Kindererziehungszeiten, häusliche Pflege der alten Eltern, Minijobs, Teilzeitarbeit und Tätigkeiten mit kleinem Einkommen führten zu geringeren Rentenansprüchen der Frauen, schreiben die Organisatoren.

Laut einem OECD-Bericht aus dem Jahr 2017 liege die „Rentenlücke“ zwischen Frauen und Männern in Deutschland derzeit bei 46 Prozent. Besonders alleinerziehende Mütter seien oft von Armut im Alter bedroht. Der Einsatz für soziale Gerechtigkeit sei dabei ein wesentlicher Bestandteil der christlichen Ethik. Etliche Texte aus dem Alten und dem Neuen Testament wiesen auf die Not der Witwen hin und forderten dazu auf, für diese Frauen zu sorgen.

Im Zentrum dieses Gottesdienstes soll die Geschichte einer solchen Frau stehen, die für ihr Recht eintrat. Hintergrund ist Vers 18, 1 bis 8 des Lukasevangeliums. Ziel sei es, dass niemand, der sein Leben lang – sei es im Beruf oder in der Familie – gearbeitet habe, mehr hören müsse, was eine der vorgestellten Frauen zum Abschied von einem Freund gesagt bekommen habe: „Auf Wiedersehen in der Altersarmut.“ red

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