Lindenfels

An den Wald werden viele Anforderungen gestellt

Archivartikel

Dirk Dins berichtete von der Zehnjahresplanung, der sogenannten Forsteinrichtung. Auf dieser Grundlage entscheiden die politischen Vertreter der Stadt Lindenfels über die Ziele in der Waldwirtschaft. Dirk Dins ist zwar Mitarbeiter von Hessen-Forst, muss aber die Aufträge der Stadt Lindenfels ausführen.

„Die politischen Vertreter geben die Ziele vor. Ich sehe mich als Treuhänder“, unterstrich er. Vor jeder Zehnjahresplanung gibt es eine Art Inventur, eine Erfolgskontrolle über die zu Ende gehende Planungszeit. Dann wird der neue Plan aufgestellt, der über Neuanpflanzungen, die Baumernte aber auch den Wegebau entscheidet.

Innerhalb dieses Rahmens kann Dirk Dins als zuständiger Förster festlegen, wie er seine Arbeit organisiert. Dabei ist zu beachten, dass der gesamte Betrieb zertifiziert ist und sich auf eine nachhaltige Bewirtschaftung verpflichtet hat.

Dabei werden vielfältige Anforderungen an den Wald definiert. Er ist auch Schutzraum und dient der Erholung. In erster Linie soll er aber Holz als nachwachsender und umweltfreundlicher Rohstoff liefern. Der Wald sichert aber auch den Brennholzbedarf der Bevölkerung. Er ist ein Wirtschaftsbetrieb, sollte also Geld erwirtschaften.

Das kann zum Beispiel erreicht werden, wenn der Anteil der schnellwachsenden Nadelhölzer erhöht wird. In Lindenfels gibt es das Ziel, den Nadelholzanteil von derzeit 21 auf 30 Prozent zu erhöhen. Dabei ist besonders an Douglasie, die Weißtanne und die Lärche gedacht. jhs

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