Lindenfels

Streit eskaliert

Angriff mit Elektroschocker

Archivartikel

Lindenfels.Ein Streit unter zwei Nachbarn in Lindenfels hält seit Monaten die Polizei Südhessen in Atem. Nun hat er eine Hausdurchsuchung bei einem der beiden Kontrahenten nach sich gezogen, dem infolgedessen schwere Körperverletzung und ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen wird.

Nach mehreren gegenseitigen Beschuldigungen und Strafanzeigen war der Konflikt Ende September eskaliert. Einer der beiden Streithähne, die beide im selben Haus wohnen, attackierte im Zuge dessen sein Gegenüber mit einem Elektroschocker, wie die bisherigen Ermittlungen ergaben. Der Geschädigte musste daraufhin in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Beschuldigter schweigt

Bei der Hausdurchsuchung am Montag stellten die Polizeibeamten tatsächlich einen Elektroschocker sicher. Sie fanden dabei auch eine Gasdruckpistole. „Die darf er besitzen, er hat einen Kleinen Waffenschein“, erläuterte eine Sprecherin der Polizei Südhessen. Allerdings werde die Polizei die Ordnungsbehörde des Kreises Bergstraße auf den Vorfall mit dem Elektroschocker hinweisen. Diese werde dann entscheiden, ob der Beschuldigte die Gasdruckpistole weiterhin besitzen darf.

Wie die Sprecherin weiter ausführte, dauert das Verfahren an. Der Verdächtige schweige bisher zu den Vorwürfen. Es würden noch Zeugen vernommen. Sobald die Polizei die Ermittlungen abgeschlossen hat, soll der Fall an die Staatsanwaltschaft Darmstadt weitergeleitet werden.

Beobachter aus Lindenfels vermuten einen rassistischen Hintergrund des Angriffs. „Wir haben aber bisher nichts gefunden, dass das bestätigt“, betonte die Sprecherin der Polizei. kbw

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