Lindenfels

Ortsbeirat Eulsbach Die Bemühungen, eine neue Verbindung nach Ellenbach zu schaffen, stocken

Behörden verstellen neuen Radweg

Archivartikel

Eulsbach.In Sachen Fuß- und Radweg zwischen Eulsbach und Ellenbach geht es nicht so richtig voran. In der jüngsten Eulsbacher Ortsbeiratssitzung sprach Ortsvorsteher Willi Fendrich von einem „Faß ohne Boden“, denn seit zehn Jahren sei das Thema in der Diskussion, aber man komme nicht voran.

Auch nach Auffassung von Bürgermeister Michael Helbig dauert das „viel zu lang“, zumal von allen Beteiligten eine grundsätzliche Bereitschaft vorhanden ist. Beteiligt sind die Hessische Landgesellschaft (HLG) als Treuhandstelle für die ländliche Bodenordnung in Hessen, die Gemeinde Fürth, in deren Gemarkung mehr als die Hälfte der betroffenen Grundstücke liegt, die Stadt Lindenfels und das Land Hessen.

Zuletzt hatte es Anfang Juli Gespräche in Fürth gegeben, aber seither hat sich wohl nichts getan. „Wir müssten inzwischen weiter sein“, meinen Ortsvorsteher Fendrich und auch Bürgermeister Helbig. Es scheint so, dass in diesem Fall Behördenmühlen besonders langsam mahlen. „Es ist schwierig“, so der Rathauschef.

Geld steht bereit

Ein Grund liegt darin, dass ein Grundstückseigentümer sein Grundstück lieber tauschen möchte und dazu jetzt erst eine Grundstücksbewertung vorgenommen werden muss. Finanziell ist die Maßnahme im Haushalt eingestellt, ob die Mittel aber in diesem Jahr noch zum Einsatz kommen, ist fraglich.

Beschlossen hat der Ortsbeirat die Verwendung der 2500 Euro, die den Stadtteilen jährlich als zusätzliches Budget zur Verfügung gestellt werden und von denen in Eulsbach auch jedes Jahr der Kranz für den Volkstrauertag bezahlt wird.

Max Klöss schlug vor, mit Hilfe dieser Mittel die Sanierung des Hochbehälters und der Quellsammelkammer voranzutreiben und die Planungskosten mitzufinanzieren. Im Hinblick auf die Bedeutung des Lebensmittels Nummer 1 eine löbliche Initiative, aber eigentlich eine ureigenste Aufgabe der städtischen Wasserversorgung. Auch sei das Budget dafür nicht gedacht, wie Bürgermeister Helbig bemerkte.

Thomas Werner brachte einmal mehr den Dorfplatz ins Spiel, der „im Moment nicht so schön ist“ und den er gerne sukzessive zu einem schönen Dorfmittelpunkt umgestalten möchte.

Am Ende entschied sich das Gremium für den Vorschlag von Ortsvorsteher Fendrich, der auf den schlechten Zustand des Fußweges nach Schlierbach hinwies. Etwa die Hälfte des Weges sei nur noch ein schmaler Trampelpfad und irgendwann sei der ganze Weg zugewachsen. Mit Unterstützung aus dem Ort könne in Eigenleistung die Grasnarbe beseitigt und der Weg geschottert werden. js

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