Lindenfels

Sicherheit Polizei, Stadt und Vereine laden zu Informationsveranstaltung ein

Betrüger und ihre Tricks rechtzeitig erkennen

Archivartikel

Lindenfels.„Sie haben gewonnen“ – Wer freut sich nicht, das zu hören. Wer aber eine solche Nachricht bekommt, per Telefon, E-Mail oder Post, sollte vorsichtig sein. Denn dabei kann es sich um eine Betrugsmasche mit Gewinnversprechen handeln. So ist beispielsweise die Zahl der Strafanzeigen wegen telefonischer Gewinnofferten seit 2010 bundesweit kontinuierlich gestiegen. In Einzelfällen sind Schadenssummen im fünfstelligen Eurobereich entstanden.

Um die Bevölkerung für diese Form des Trickbetrugs zu sensibiliseren, lädt die Stadt Lindenfels zusammen mit dem Polizeipräsidium Südhessen, der Arbeiterwohlfahrt Lindenfels und dem VdK Lindenfels zu einem Informationsvortrag für Donnerstag, 9. August, 15 Uhr, in das Bürgerhaus (Burgstr. 36), ein.

Oft sind Senioren die Opfer

Ganz besonders häufig hätten es Betrüger an der Haustür auf Senioren abgesehen, die sich in ihren vier Wänden vermeintlich sicher fühlen, schreiben die Veranstalter. Ziel dieser unliebsamen Besucher sei es, Einlass in die Wohnung zu finden, denn dort seien in aller Regel weder Zeugen noch andere Personen zu erwarten, die die eigenen Pläne durchkreuzen könnten.

Falsche Polizisten

Immer häufiger treten nun auch falsche Polizeibeamte auf, die vorab ihre mutmaßlichen Opfer unter falscher Kennung mit der Telefonnummer (Vorwahl)+110 anrufen. „Die Opfer glauben, tatsächlich mit der Polizei zu sprechen und geben den Anrufern Informationen über Geld und Schmuckbestände“, heißt es in der Ankündigung. Diese Werte würden dann von einem der Täter unter dem Vorwand abgeholt, sie seien Polizeibeamte und um die Sicherheit der Werte besorgt – man werde es bei der Polizei verwahren bis die Gefahr vorbei oder die echten Gauner gefasst seien.

„Einem Betrüger sind seine finsteren Absichten in den seltensten Fällen anzusehen. Die Täter treten in ganz unterschiedlichen Rollen auf: Mal geben sie sich als seriös gekleideter Geschäftsmann, mal werden sie als Handwerker in Arbeitskleidung, als Hilfsbedürftiger oder sogar als angebliche Amtsperson vorstellig“, heißt es weiter. Um ans Ziel zu gelangen, überraschten die Täter immer wieder durch außerordentlichen Ideenreichtum. Der durch sie verursachte finanzielle Schaden sei oft nicht wieder auszugleichen.

Unerlaubte Werbeanrufe sind verboten. Sie bedürfen der ausdrücklichen Zustimmung des Angerufenen. Das schrecke aber viele – zumeist unseriöse Unternehmen – nicht ab: Die Zahl der Beschwerden über unerlaubte Werbeanrufe reiße nicht ab.

In solchen Fällen rät die Polizei sich Datum, Uhrzeit und Grund des Anrufs sowie Namen, Unternehmen und Rufnummer des Anrufers zu notieren und sich damit an die örtliche Verbraucherzentrale zu wenden.

Der so genannte Enkeltrick sei eine besonders hinterhältige Form des Betrugs, der für die Opfer oft existenzielle Folgen haben könne. Zum einen, weil Sie dadurch hohe Geldbeträge verlieren könnten oder sogar um Ihre Lebensersparnisse gebracht würden. Zum anderen sähen sich die Betroffenen häufig den Vorwürfen und dem Unverständnis Ihrer Verwandten ausgesetzt, heißt es abschließend. red

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