Lindenfels

Heinrich-Böll-Schule Tag der offenen Tür gibt Einblicke in das pädagogische Angebot

Bildungsgänge mit viel Durchlässigkeit

Archivartikel

Fürth.Welche weiterführende Schule soll unser Kind besuchen? Wo findet es die besten Bedingungen vor, um sich in Ruhe entwickeln zu können? Nach welchen Kriterien wählen wir die Schule aus? Fragen über Fragen, die sich Eltern stellen, deren Kind nach den Sommerferien im nächsten Jahr eine weiterführende Schule besuchen.

Antworten auf diese drängenden Fragen gibt die Heinrich-Böll-Schule, die einzige integrierte Gesamtschule im Kreis Bergstraße. Eltern und Schüler sind am Samstag, 19. Januar, von 10 bis 13 Uhr zum Tag der offenen Tür in die Heinrich-Böll-Schule (HBS)in Fürth eingeladen.

Die integrierte Gesamtschule trennt die drei Schulformen (Gymnasium, Haupt- und Realschule) nicht strikt, sondern vereint sie. Nach einer Eingewöhnungsphase erfolgt eine Differenzierung je nach Leistungsstärke in den Hauptfächern. Später folgt eine Verkursung in den Naturwissenschaften.

Unterschieden wird in A-, B- und C-Kurs. Das A steht für gymnasiales Niveau, das B für Realschul- und C für Hauptschulniveau. Schüler, die in Mathematik ihre Stärken besitzen, können ihre Fähigkeiten im B- oder A-Kurs verbessern, während mögliche Schwächen in Deutsch im C-Kurs durch eine gezielte Förderung in kleinen Gruppen behoben werden sollen.

Zeit zur Entwicklung

Ebenso gewährleiste die HBS eine hohe Durchlässigkeit zwischen den drei Bildungsgängen, heißt es in der Ankündigung. „Kinder, die eine verzögerte Entwicklung zeigen, haben in Fürth die Chance, im Laufe ihres Schullebens eine optimale Qualifikation zu erreichen“, betont Schulleiter Alexander Hauptmann.

Der gewünschte Abschluss eines Schülers werde nicht schon mit der Schulwahl ab der fünften Klasse festgelegt. Keiner werde vorschnell in eine Schublade gestopft, aus der er nicht mehr herauskommt. „Unseren Schülern geben wir Zeit zur Entwicklung, dabei achten wir darauf, die Schüler zu fördern und zu fordern“, fährt Hauptmann fort.

Soziales Miteinander

Neben dem Fachwissen und der damit verbundenen Forderung nach Leistung ist die Vermittlung von ethischen Werten sowie ein soziales Miteinander ein besonders wichtiges Anliegen der integrierten Gesamtschule, heißt es von der Schule weiter.

Skifreizeit, Berufsinformationstag, Schüleraustauschfahrten, Präventionsprojekte zu den Themen „Medien“, „Gesunde Ernährung“, „Alkohol, Nikotin und Drogen“ oder der Erwerb eines französischen Sprachdiploms sind einige der vielfältigen Angebote der Schule, die sich seit Jahren großer Beliebtheit erfreut und einen überaus guten Ruf in der Bergsträßer Schullandschaft genießt.

Für alle Schüler des fünften und sechsten Jahrgangs wird von Montag bis Freitag ein kostenfreies pädagogisches Nachmittagsprogramm bis 16 Uhr angeboten.

In dieser Zeit besuchen die Schüler die Hausaufgabenbetreuung oder verschiedene Kurse, deren Inhalte schwerpunktmäßig in den Bereichen Kunst, Sport, Musik und Naturwissenschaften angesiedelt sind.

Am 19. Januar können sich die Eltern und Gäste über das pädagogische Konzept, die Lernmethoden und die Angebote der Heinrich-Böll-Schule in Ruhe informieren. Dabei werden sie von Lehrern, Eltern oder Schülern durch das Gebäude geführt und können Gespräche mit der Schulleitung und dem Kollegium führen.

In den Fachräumen dürfen die Kinder bei Vorführungen zuschauen oder sich auch selbst ausprobieren. Im Foyer der Schule ist für die Besucher mit Kaffee und Kuchen bestens gesorgt. red

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