Lindenfels

Die meisten Aktiven sind unter 40 Jahre alt

Archivartikel

Die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren in Lindenfels war ein passender Rahmen, um Ernennungen und Beförderungen auszusprechen sowie die Anerkennungsprämie des Landes Hessen zu übereichen.

Axel Linzmeier wurde zum Löschmeister und Nadine Turzer zur Feuerwehrfrau befördert. Die Versammlung diente auch der Ernennung der Wehrführer Oliver Wolf (Schlierbach), Axel Linzmeier (Kolmbach), Dirk Fendrich (Eulsbach) und Nels Karn zum Stellvertretenden Wehrführer (Winterkasten). Jörg Marquard wurde zum Jugendwart von Eulsbach berufen.

Die Anerkennungsprämie für langen aktiven Dienst in der Feuerwehr erhielten an diesem Abend Thorsten Knöll und Björn Reinig für zehn Jahre. Für 20 Jahre aktiven Dienst wurde diese Urkunde von Bürgermeister Michael Helbig an Thorsten Rühl, Frank Bauer und Hagen Hechler übergeben. Dreißig Jahre ist Michael Katzenmeier aktiver Feuerwehrmann. Für 40 Jahre aktiven Dienst wurden Michael Regel und Dieter Bormuth geehrt.

In seiner Laudatio dankte Bürgermeister Helbig allen aktiven Feuerwehrmitgliedern. „Sie geben der Bevölkerung ein Gefühl der Sicherheit“, so Helbig. Besonders erfreut ist er darüber, dass über 60 Prozent aller aktiven Mitglieder unter 40 Jahre sind. Damit hat Lindenfels eine, in Lebensjahren gemessen, junge Feuerwehr. „Das ist auch ein Verdienst der Jugendwehren“, sagte Helbig. In Sachen Kinder- und Jugendarbeit werde tolles Engagement gezeigt.

Dieses bestätigte auch Kreisbrandmeister Volker Steiger in seinen Grußworten. Die Kinder- und Jugendarbeit sei eine wichtige Grundlage für die Zukunft der Feuerwehr. „Es geht nicht ohne die Kindergruppen“. Volker Steiger dankte auch allen aktiven Feuerwehrleuten für ihren Einsatz und die Bereitschaft, Lehrgänge zu besuchen.

Was die Jugendarbeit in der Feuerwehr ausmacht, bestätigte während der Versammlung Stadtjugendwart Tobias Pfeifer. „Nach nun drei Jahren meiner Dienstzeit konnte ich bereits die Übergabe von zehn Jugendlichen in die jeweiligen Einsatzabteilungen vermelden“. Dieses zeige die gute und starke Jugendarbeit. „Die Jugendlichen zu motivieren und ihnen eine abwechslungsreiche Ausbildung in der Feuerwehr zu ermöglichen erfordert viel Engagement und Einsatz“.

In den sieben Ortsteilen und in Lindenfels gibt es fünf Jugendfeuerwehren mit 49 Mitgliedern. Glattbach, Seidenbuch und Winkel können keine Jugendfeuerwehren stellen. Das Jahr beginnt für die Jugendfeuerwehren mit dem Sammeln der Weihnachtsbäume. Die Helfer treffen sich nach dem Abliefern im Bauhof im Lindenfelser Gerätehaus zum gemeinsamen Abschluss. Gerne sind alle auch beim Bezirkszeltlager unterwegs und ebenso beim Kreiszeltlager. Auf großes Interesse stößt bei den Jugendlichen aus Schlierbach und Winterkasten der Berufsfeuerwehrtag. In ihrer 24-Stunden- Schicht gibt es so einige Aufgaben zu erledigen. 2018 wurde in diese Veranstaltung auch die Großübung aller Lindenfelser Jugendfeuerwehren integriert. Die jungen Feuerwehrleute zu einem Werkstattbrand nach Winterkasten gerufen. Innerhalb von 24 Minuten wurden dabei alle fünf vermissten Personen aus den Gefahrenbereichen gerettet.

Viel Lob erhielten die Nachwuchsbrandschützer auch von Bürgermeister Helbig für die gelungene Übung. Erstmals unternahmen im Laufe des Jahres die Kolmbacher Jugendliche gemeinsam mit Fahrenbach einen Berufsfeuerwehrtag „und konnten auch viele Erfahrungen sammeln“.

Zum Abschluss seines Berichtes bedanke sich Pfeifer bei seinem Stellvertreter Julian Berg, Bürgermeister Helbig sowie den Stadtbrandinspektoren Jürgen Bitsch und Stellvertreter Stefan Schepula und allen Einsatzabteilungen für die Unterstützung. jhs

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