Lindenfels

Vereine Das Jubiläumskonzert im März im Bürgerhaus war das letzte Konzert des Jahres / Die Hoffnung ist, dass 2021 einiges nachgeholt werden kann

Die Trachtenkapelle vermisst die Musik

Archivartikel

Lindenfels.„Was für ein Jahr“ – so überschreibt der Vorsitzende der Trachtenkapelle Lindenfels, Thomas Bauer eine Pressemitteilung zum Jahreswechsel. Mit dem Jahr 2020 seien intensive Planungen verbunden gewesen, blickt er zurück. Mit einigen Veranstaltungen wollte man das 30-jährige Bestehen der Trachtenkapelle feiern, die sich im Februar 1990 gegründet hatte.

Mit großem Eifer studierte man das Programm für das Jubiläumskonzert am 7. März ein. Ein volles Lindenfelser Bürgerhaus mit vielen Besuchern und Ehrengästen konnten die Musiker noch erfreuen. „Heute wirkt das, wie aus einer anderen Zeit. Schon eine Woche später wäre dies nicht mehr möglich gewesen“, so der zweite Vorsitzende Joachim „Jobbes“ Gehbauer. „Hätte man uns damals gesagt, dass dies unser erstes und letztes Konzert in diesem Jahr vor Publikum gewesen ist, man hätte es natürlich nicht geglaubt“, ergänzte Peter Flath, der musikalische Leiter der Truppe.

Wie es dann kam, ist bekannt: Alle Planungen für das Jahr, angefangen mit dem Böhmischen Nachmittag im Kurgarten, einer Vielzahl von bereits verabredeten Auftritten bis hin zur geplanten Konzertreise nach Regensburg und ins Altmühltal, fielen der Corona-Pandemie zum Opfer.

Improvisiertes Burg-Konzert

„Es war schon bitter, eine Absage nach der anderen zu bekommen“, fährt Thomas Bauer fort. Einzig das schnell improvisierte Burgmauerkonzert zum ebenfalls abgesagten Burgfest konnte abgehalten werden: „Wir freuen uns noch heute, dass wir ein bisschen zum Burgfestgefühl beitragen konnten, wenn es auch ein schwacher Trost ist.“

Die Proben mussten eingeschränkt werden und wurden schließlich mit dem behördlichen Schließen des Übungslokals gänzlich abgesagt. „Wir vermissen unsere Musikergemeinschaft, unsere Musik und nicht zuletzt unser Publikum“, so Thomas Bauer in seiner Stellungnahme.

Auch der Jahresabschluss mit einer Vielzahl von Ehrungen für langjährige Förderer der Trachtenkapelle, aber auch vieler Aktiver, fiel wegen der Pandemie aus.

Trotz allem wollte man aber die Verbundenheit der Kapelle gegenüber der fördernden Mitglieder zum Ausdruck bringen. Deshalb begaben sich die Vorstandsmitglieder, natürlich unter Coronaprophylaxe, mit der Urkunde des Hessischen Musikverbandes für 25- und 30-jährige Mitgliedschaft sowie einer Flasche Wein zu den Jubilaren. Das kam gut an, so der Vorsitzende und überall wurde der Hoffnung Ausdruck verliehen, dass man in diesem Jahr viele Veranstaltungen nachholen könne. Getreu dem Motto „Auf Wiedersehen bei Blasmusik“. red

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