Lindenfels

Mörlenbach Gemeindevertreter stimmten Renaturierung noch nicht zu

Die Weschnitz muss noch etwas warten

Archivartikel

Mörlenbach.Die vom Gewässerverband Bergstraße in Eigenregie – und in Übernahme aller anfallenden Kosten – vorzunehmende „Renaturierungsmaßnahme an der Weschnitz im Bereich Hallgarten zwischen Bonsweiherer Straße und der Schmittgasse“ wurde bei der Mörlenbacher Sitzung der Gemeindevertretung trotz mehrfachen Drängens des Grünen Klaus Weber („Wir bekommen hier ein Geschenk gemacht“) nicht zur Abstimmung gestellt. Heinrich Odenwälder (CDU) und Wolfgang Krämer (SPD) lieferten die Begründung gleich nach: Die Gemeinde hat in den vergangenen Jahren Grundstücke in diesem Bereich erworben.

Die Gemeindevertreter wollen jetzt bei der Gestaltung ein Wörtchen mitreden. Sie plädierten dafür, dass sich zunächst noch einmal der Bauausschuss mit dem Sachverhalt beschäftigt.

Zuvor referierte Ulrich Androsch vom Gewässerverband auf Einladung des Gemeindevertretervorsitzenden Bodo Kalesse gut 20 Minuten über die geplanten Maßnahmen in diesem Abschnitt. Sie dienen der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie der EU, die „einen guten Zustand der Fließgewässer“ einfordert und die bis im Jahr 2027 umgesetzt sein soll.

Die Weschnitz verläuft im Bereich Hallgarten „in einem naturfern ausgebauten Trapezprofil“. In diesem Bereich sei ein Eingriff vorzunehmen. Zudem sähen die Maßnahmen einen Fußweg zwischen Weschnitzlauf und Bahnstrecke vor, eine Querungsmöglichkeit mit Steinen im Wasser, die Anlage einer Terrasse oder Plattform sowie einen Naturspielplatz an einer Flachwasserzone. Androsch nannte dazu Beispiele aus Rimbach (am Haywoodplatz), aus Bensheim (Stadtpark an der Lauter) sowie aus Einhausen. Dort könne man jetzt „über Wasser gehen“. Für die Umsetzung in Mörlenbach zeigte er sich ebenso optimistisch, „sollte die Bahn keine riesigen Absperrvorrichtungen zur Bahnlinie fordern“. mk

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