Lindenfels

Abwasserverband Obere Gersprenz Umweltberatung wirbt für biologische Vielfalt

Ein Baumstumpf als Lebensraum

Archivartikel

Odenwald.Die Umweltberatung des Abwasserverbands obere Gersprenz macht sich anlässlich des heutigen „Tages der biologischen Vielfalt für ebendiese stark. „Unser Leben ist auf Vielfalt aufgebaut. Auf Vielfalt, die aus der Natur kommt“, heißt es in einer Pressemitteilung. Wie selbstverständlich nutzten die Menschen zahlreiche Dienstleistungen der Natur und damit auch der biologischen Vielfalt.

Oft werde sie unbewusst genutzt. „Oder haben Sie beim Benutzen des Klettverschlusses die Früchte der Klette im Sinn. Denken Sie beim Kleben mit einem Dreikomponentenkleber an die Byssusfäden von Muscheln, nach deren Vorbild dieser entwickelt wurde. Und beim Trinkwasser zapfen aus dem Wasserhahn ist ihnen da bewusst, dass dies eine Leistung von Pflanzen, Tieren, Pilzen und Mikroorganismen ist, die die Selbstreinigungskraft unserer Böden und Gewässer intakt halten“, fragen die Verfasser der Pressemitteilung. Frische und saubere Luft, sauberes Wasser, bestäubende Insekten, CO2 Speicherung in Wäldern, Mooren, Böden, Weltmeeren – Dieses alles seien, Ökosystemfunktionen auf die die Menschen nicht verzichten könnten.

„Natürlicher Reichtum“

„Biologische Vielfalt ist der natürliche Reichtum unserer Erde, die Vielfalt der Arten, der Gene und der Lebensräume“, heißt es weiter. Es sei die Grundlage für das Leben. Tag für Tag gehe aber ein Teil dieser natürlichen Vielfalt verloren – mit einer Geschwindigkeit, wie sie in der Geschichte vorher nicht beobachtet wurde. Der Verlust der biologischen Vielfalt zähle neben dem Klimawandel zu den dringlichsten Herausforderungen.

Eine Wildkräuterwiese sei eine Fundgrube der biologischen Vielfalt. „Warum nicht ein Stück Rasen einfach stehen lassen, nur zwei bis dreimal im Jahr mähen, das Mähgut abräumen und sehen, was sich entwickelt?“, lautet ein Vorschlag der Umweltberatung. Ungeduldige könnten auch die Grasnarbe abtragen und eine Wiesenkräutermischung einsäen. Die Fläche, die stehenbleibe, könne kreisförmig oder herzförmig sein, aber auch streifenförmig oder schlängelnd, am Rand einer Hecke entlang. Fantasie und Gestaltungslust seien keine Grenzen gesetzt.

Ein alter Baum biete Lebensraum für sehr viele Tierarten. Nicht alle könnten aber stehenbleiben, aus Sicherheitsgründen oder weil man Licht und Luft in dem Gartenteil haben möchte. „Dann müssen sie den Baum noch lange nicht dem Erdboden gleich machen“, betonen die Vertreter der Umweltberatung. Gartenbesitzer könnten etwa ein mannshohes Stück des Stammes stehenlassen, ihn mit Kletterpflanze, was romantisch oder verwunschen wirke und ein Beitrag zur biologischen Vielfalt sei – denn der Baumstamm werde zu einem Lebensraum für die Tierwelt. Dies seien nur zwei Beispiele, wie der biologischen Vielfalt Raum in Gärten gegeben könne. Für stehe die Umweltberatung zur Verfügung. red

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