Lindenfels

Georg-August-Zinn-Schule Schülergruppe wird mit jungen Finnen gemeinsames Projekt erarbeiten

Ein begehbares Wörterbuch als Ziel

Reichelsheim.Eine fremde Sprache zu lernen, braucht viel Raum für Praxis – im Unterricht, im jeweiligen Land und in der Freizeit. Nun wollen zehn Schüler der Georg-August-Zinn-Schule (GAZ) in Reichelsheim Finnisch lernen.

Es gibt keinen Unterricht für diese Fremdsprache, es gibt keine Lehrkraft, und es gibt keine dafür vorgesehene Zeit. Aber über ein Projekt, gefördert durch das EU-Programm ERASMUS+, soll dies trotzdem ermöglicht werden. Sprache lernen mit Hilfe von digitalen Medien im Schülertandem – das ist das Ziel des Projektes.

Es wird dadurch erreicht, dass die beiden Lehrer Martina Schemenau und Patrick Eckert sich Aufgaben und Etappenziele überlegt haben, die die Schüler im deutsch-finnischen Tandem erarbeiten und erreichen müssen. Andreas Schenkel hat es ermöglicht, dass alle teilnehmenden Schüler über eine Schulplattform arbeiten und sich so digital zwischen Deutschland und Finnland austauschen können.

Dazu bedarf es auch digitaler Geräte. Und so wurden, mit Hilfe der Fördermittel der Europäischen Union, für alle Teilnehmer des Projekts Tablets gekauft. Diese gehen nach Abschluss des Projektes in den Bestand der Schule über.

Im März fliegen die Schüler, begleitet von Andreas Schenkel, Jens Ender und Maic Ihrig, nach Kuusamo, um am Polarkreis das Sprachwissen anzuwenden und in der Praxis weiter auszubauen, bevor die Arbeit im Anschluss digital weitergehen wird. Im Mai kommen dann die finnischen Lehrer und Schüler nach Reichelsheim.

Dort wird im Rahmen des Projekts eine Ausstellung erarbeitet werden, die der ganzen Schulgemeinde offen stehen wird. Die Ausstellung trägt das Motto „Worte“ und wird als begehbares Wörterbuch in der Schule installiert.

Spannende Monate stehen also vor den beteiligten Lehrern und Schülern. Die finnischen Freunde vom Polarkreis sollen mit den Jugendlichen im Odenwald enger zusammen wachsen – ganz nach der europäischen Idee von ERASMUS+: „Besucht euch, lernt euch kennen und entdeckt digital und vor Ort fremde Kulturen.“ red

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