Lindenfels

Breuberg-Bund Die jüngste Ausgabe der Vierteljahresschrift „Der Odenwald“ befasst sich mit einer Erfindung aus dem 18. Jahrhundert

Ein historischer Blitzableiter auf Burg Lindenfels

Archivartikel

Lindenfels.Die jetzt erschienene neue Ausgabe der vom Breuberg-Bund herausgegebenen Vierteljahreszeitschrift „Der Odenwald“ vereinigt wieder eine Reihe von Beiträgen über die verschiedenen Regionen des Odenwaldes.

Den Anfang macht der Burgenforscher Thomas Steinmetz mit seiner Arbeit über die Burg Walldürn. Er leitet seinen Beitrag mit der Feststellung ein: „Während die im Jahre 1323 ausgestorbenen Herren von Dürn frühzeitig ein ausgiebiges Interesse in der Geschichtsforschung fanden ..., kann dies für ihre namensgebende Burg in Walldürn nicht behauptet werden. Die Entstehungszeit und ursprüngliche architektonische Gestalt dieser Burg war bisher völlig unklar.“

Aus dem geografischen Umfeld von Burg und Stadt Walldürn und der Bewertung der überlieferten urkundlichen Nachrichten folgert er, dass die Burg aus einem ursprünglichen Herrenhof als Herrschaftsmittelpunkt einer Villikation entstanden sein dürfte. Abschließend geht der Autor auf das Aussehen und die Baugeschichte der Walldürner Burg ein.

Der folgende Beitrag „Margaretha Gans von Otzberg, Äbtissin des Benediktinerinnenklosters Seebach“ bildet den zweiten Teil und den Schluss der Lebensbeschreibung und das rund 30-jährige, segensreiche Wirken als Äbtissin und Wirtschaftsleiterin dieses pfälzischen Klosters in der Zeit der Reformation bis zu ihrem Tod 1563. Ihre jüngere Schwester Anna, die zusammen mit ihr in das Seefelder Kloster eingetreten war, verließ 1557 den Konvent, um Äbtissin des Benediktinerinnenklosters Höchst im Odenwald zu werden.

Kreativer Jesuitenpater

Aus der Feder von Bernd Philipp Schröder stammt die Bildbeschreibung der reizenden Ansicht des Malers „Nicolaus Berkhout: Zwingenberg an der Bergstraße von Nordosten“. Der letzte größere Beitrag: „Vor 75 Jahren: Das Tagebuch von Frau Dina Braun – Wie eine Michelstädterin das Kriegsende 1945 erlebte“, gibt wortgetreu und mit Tagesdaten versehen ihre detaillierten Aufzeichnungen wieder. Die Transkription dieser Handschrift und ihre Kommentierung haben Johann Heim und Helmut Geist besorgt.

Das Heft schließt mit einem Kurzbeitrag unter dem Titel „Ein Hemmer’scher Fünfstern als Wetterleiter auf Burg Lindenfels und der evangelisch-reformierten Kirche in Wald-Michelbach – Früher Blitzableiter aus der Kurpfalz“, einer Erfindung des 1733 geborenen Jesuitenpaters Johann Hemmer sowie mit Buchhinweisen auf Neuerscheinungen über den Odenwald.

Diese Ausgabe 4/2020 von „Der Odenwald“ kann über die Geschäftsstelle des Breuberg-Bundes, Ernst-Ludwig-Straße 2-4 in Breuberg oder den Buchhandel sowie über das Internet unter breubergbund.de bezogen werden, wo auch weitere Informationen zu bekommen sind. red

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