Lindenfels

Sicherheit Die Glattbacher Brandschützer haben mit einem Fest über ihre Arbeit informiert / Die hohen Temperaturen sorgten aber für einen überschaubaren Andrang

Ein Tag für Fans der Feuerwehrtechnik

Archivartikel

Glattbach.Wer sich für technische Dinge interessiert und auch Zusammenhalt schätzt, der ist bei der Feuerwehr gut aufgehoben. Ein Stück Werbung für die Feuerwehr, gerichtet an Jugendliche und Erwachsene sollte der „Tag der Feuerwehr“ in Glattbach sein. Bei einer Fahrzeugschau konnten sich die Gäste über das technische Gerät, mit dem bei Feuerwehr gearbeitet wird, informieren.

Nachbarn zu Gast

Die Feuerwehren aus Lindenfels und Kolmbach waren mit ihren Fahrzeugen gekommen, auch die Glattbacher hatten ihre auf den Platz gefahren. Mit dabei war auch der neue Schlauchwagen der Glattbacher Wehr. Er ist mit den dickeren B-Schläuchen beladen, sind diese zusammengekoppelt, ergibt sich eine Strecke von 600 Metern. Auch enthält der Anhänger Möglichkeiten, Ölspuren ab zu streuen und zu beseitigen. „Diesen Schlauchwagen haben wir aus Vereinsmitteln beschafft“, erklärte der Vorsitzende und Wehrführer der Glattbacher Wehr, Bernd Rettig.

Vor dem Gerätehaus stand ein besonders Schätzchen: das alte Drehleiterfahrzeug der Heppenheimer Feuerwehr. Mit von der Partie war auch die alte Handspritze der Seidenbucher Feuerwehr. Fans von Feuerwehrfahrzeugen kamen also auf ihre Kosten.

Über die Arbeit der Einsatzkräfte konnten sich die Besucher des Nachmittags ebenfalls informieren. Im Mannschaftsraum gab es Filmvorführungen über Übungsszenarien im Brandschutzcontainer. Gezeigt wurde ein „Flash-Over“, bei dem es schlagartig zu einem Vollbrand kommen kann. Dank der Schulungen und ihrer Gerätschaften und ihrer Schutzausrüstung können die Einsatzkräfte auch im Ernstfall mit solchen Vorkommnissen umgehen.

Im Festanbau hingen diese Schutzkleidungen. Eine solche Montur allein wiege 13 Kilogramm, erklärte Rettig. Kommt dann noch die Atemschutzausrüstung mit den Pressluftflaschen hinzu, werden es schnell mal zusätzliche 28 Kilogramm. Muss der Feuerwehrkamerad den Schlauchkorb noch tragen bringt er zu seinem eigenen Körpergewicht 50 Kilogramm mehr auf die Waage. Da braucht es niemanden zu wundern, wenn ein Mitglied der Einsatzabteilung schweißgebadet nach einem Einsatz oder einer Übung aus seiner Schutzkleidung steigt.

An diesem Sonntag brauchte es aber keine Schutzausrüstung, um den Schweiß fließen zu lassen. Die Temperaturen von weit über 30 Grad waren nicht gut für die bestens vorbereitete Veranstaltung, es wären unter besseren Bedingungen sicherlich noch mehr Interessenten gekommen.

Suche nach neuen Mitgliedern

Dennoch war es für viele Selbstverständlich vorbeizuschauen. Und so wurde es dann doch noch ein schöner Nachmittag in geselliger Runde.

Die Glattbacher Feuerwehr hätte sich mehr Zuspruch von interessierten Bürgern gewünscht, denn sie kann vor allem neue Mitglieder, sowohl in der Einsatzabteilung, wie in der Jugendwehr gebrauchen. Je mehr Bürger sich am Brandschutz und den anderen Feuerwehren beteiligen, desto einfacher wird dieses Ehrenamt für jeden, der sich dafür einsetzt.

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