Lindenfels

Aktionstag Drachenmuseum und Heimatmuseum in Lindenfels öffneten ihre Pforten bei kostenlosem Eintritt

Ein Tag mit Fabelwesen und Geschichte

Archivartikel

Lindenfels.Jährlich ruft der Internationale Museumsrat ICOM (International Council of Museums) den Museumstag aus, der 2019 bereits zum 42. Mal stattfindet. Ziel des Aktionstages ist es, auf die thematische Vielfalt der mehr als 6500 Museen in Deutschland sowie der Museen weltweit aufmerksam zu machen. An diesem speziellen Tag beteiligten sich auch die beiden Museen in Lindenfels, das Heimatmuseum und das Drachenmuseum.

Im Drachenmuseum war es Peter Woitge, der sich um die Gäste kümmerte und viel erklärte. Schon alleine der Titel „Mythos Drachen weltweit“ machte ziemlich neugierig. Menschen lieben Drachen. Im westlichen Kulturkreis steht er für das Böse und sein Bild ist von den Aussagen der Bibel bestimmt. In China dagegen versinnbildlicht der Drache das Gute. Er beschützt die Familie, er schützt vor Dämonen und Geistern, er sorgt für Regen und hat nach alter Auffassung den chinesischen Kaiser beraten.

Sichtbar auf Wappen und Bildern

Drachen treten auf viele Arten in Erscheinung, ob auf Wappen, Bildern oder in Büchern. Doch auch auf Tassen und auf Kleidungsstücken sind sie zu sehen, wie die Exponate zeigten. Sehr beeindruckend ist auch das Filigrane, das bei der Erschaffung von kleinen Skulpturen oder Drachenschiffen eine Rolle spielt. Im unteren Bereich des Museums zeigen drei Schaukästen unter anderem Drachen in Verbindung mit dem Mittelalter, Drachen in Asien und Drachen wie sie aus der Fantasy-Welt bekannt sind. Peter Woitge zeigte sich mit den Besucherzahlen sehr zufrieden.

Gerne nutzten die Einwohner wie auch Gäste den Tag zum Besuch im Museum ein paar Meter weiter. In diesem Haus gibt es einen umfangreichen Fundus an historischen Gegenständen zu sehen und auch dort gingen ständig Besucher ein und aus. Auf vier Etagen ist vieles ausgestellt, wie man es im häuslichen Gebrauch vor noch nicht einmal ganz so vielen Jahren nutzte. Gerne ließen sich die interessierten Besucher am Museumstag auch auf diese Zeitreise in die Vergangenheit ein.

Vor dem eigentlichen Eingang zeigte eine Dame, wie aus Wolle ein Faden wird. Schnell gruppierten sich Kinder um sie und das Spinnrad und ließen sich das Handwerk gerne erklären. Ähnlich war es beim Schmied, der gleich hinter der Kasse sein Handwerk vorstellte und das Metall durch kräftige Schläge bearbeitete.

Vielfältiges Angebot

Unter anderem ist dort auch eine Druckerpresse zu sehen, zusammen mit den alten Setzkästen dazu. In einem der oberen Räume zeigte eine Dame, wie man mit einem Webstuhl umgeht und auch dort informierten sich die Besucher über die Funktionsweise.

Nicht weit davon entfernt kann man den vorherigen Generationen quasi in die gute Stube schauen. Spätestens hier wird jedem schnell klar, wie komfortabel es die Menschen heute in der Küche und auch sonst in Wohnungen und Häusern haben. Neben einfachen Gegenständen des häuslichen Bedarfs sind ebenfalls Geräte zu sehen, wie man sie früher zur Bewirtschaftung der Felder benötigte und sogar die Schuhmacherwerkstatt hat hier einen festen Platz.

Die beiden Museen bieten ein vielfältiges Angebot. Museen leisten zudem einen großen Beitrag zu unserem kulturellen und gesellschaftlichen Leben. In Deutschland wird der Internationale Museumstag vom Deutschen Museumsbund koordiniert und in enger Kooperation mit den Museumsorganisationen und Beratungsstellen in den Ländern, ICOM Deutschland sowie den Museen vor Ort umgesetzt.

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