Lindenfels

Breuberg-Bund Heimatgeschichtliche Tagung am kommenden Wochenende am Katzenbuckel

Geschichte am erloschenen Vulkan

Archivartikel

Lautertal/Lindenfels.Am Sonntag, 16. Juni, ist die 56. Kurztagung der heimatgeschichtlichen Vereinigung Breuberg-Bund am Katzenbuckel der mit 626 Metern höchsten Erhebung des Odenwaldes. Nach der Begrüßung um 9.30 Uhr in der Turmschenke bei Waldkatzenbach durch den Waldbrunner Bürgermeister Markus Haas und den Vorsitzenden des Breuberg-Bundes, Winfried Wackerfuß, referieren der Eberbacher Archivleiter Rüdiger Lenz über „Die geschichtlichen Bezugspunkte des Winterhauchs“ und danach der Geograf Michael Hahl über „Die naturräumlichen Grundlagen“ dieser Dörfergruppe auf der Hochebene im Schatten des einstigen Vulkans.

Die folgenden geografischen und siedlungsgeschichtlichen Führungen liegen in der Hand von Michael Hahl: Ab 10.45 Uhr geht es um Vulkanismus und Steinbruchgeschichte am Katzenbuckel. Nach der Mittagspause beginnt um 14.15 Uhr eine Exkursion in Waldbrunn-Mülben am Wanderparkplatz Markgrafenstraße. Dabei geht es um die Wüstung Ferdinandsdorf und den landschaftlichen reizvollen Oberhöllgrund, wo es Informationen zu Mühlengeschichte und Wiesenwässerung gibt.

Insgesamt 900 Mitglieder

Der Breuberg-Bund, ist eine Vereinigung zur Erforschung von Kultur und Geschichte des Odenwaldes, mit Sitz in Breuberg. Gegründet wurde er 1947 im Rittersaal der Burg Breuberg und zählt heute mit etwa 900 Mitgliedern zu den größten historischen Vereinigungen in Hessen. Sein Arbeitsgebiet ist auf den gesamten Odenwald und seine Randgebiete zwischen Rhein, Main, Neckar und Tauber ausgerichtet.

Seit 1959 hält der Breuberg-Bund jährlich eine Kurztagung an wechselnden Orten des Odenwaldes und seinen Randgebieten ab. Die Kurztagungen sind jeweils am Sonntag nach Pfingsten. Außerdem gibt es dreitägige Herbsttagungen jeweils am letzten Septemberwochenende mit Vorträgen und Referaten zu Geschichte, Kultur und Landeskunde des Odenwaldes.

Mit den eintägigen Veranstaltungen soll Gelegenheit gegeben werden zu Einblicken in die historischen, kunstgeschichtlichen und topographischen Gegebenheiten sowie in die jüngeren Entwicklungen des jeweiligen Tagungsortes. Die letzten vergangenen Kurztagungen waren in Obernburg am Main, in Schriesheim und in Roßdorf.

Unter den Mitgliedern des Breuberg-Bundes finden sich Historiker, Archäologen, Volkskundler und Kunsthistoriker. Ein Schwerpunkt der Arbeit bildet die Vierteljahreszeitschrift „Der Odenwald“, die es seit 1953 gibt. Mittlerweile sind 261 Ausgaben mit über 10 000 Seiten erschienen. Hinzu kommen Sonderausgaben und größere Buchveröffentlichungen über den Odenwald

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