Lindenfels

Ruhestörung Weitere Gespräche angekündigt

Hausbewohner sollen angesprochen werden

Archivartikel

Lindenfels.Wegen Beschwerden über Ruhestörungen und Vermüllung im Umfeld eines Hauses in der Nibelungenstraße hat der Lindenfelser Bürgermeister Michael Helbig einen weiteren runden Tisch angekündigt. Danach sollten, mit professioneller Unterstützung, die Bewohner angesprochen werden, die für die Probleme verantwortlich gemacht werden, teilte er in seinem Magistratsbericht an die Stadtverordnetenversammlung mit. All dies geschehe jedoch in einer nichtöffentlichen Veranstaltung.

Anwohner hatten mit einer Unterschriftenliste die Einberufung einer Bürgerversammlung gefordert. Helbig betonte jedoch mehrfach, dass es kaum eine Handhabe für ein staatliches Handeln gebe. Bei vielen der Vorwürfe gehe es um Nachbarschaftsrecht oder individuelles Recht. Auch die Polizei hatte in der Vergangenheit bei Einsätzen oder Streifen nur niederschwellige Vorfälle festgestellt. Helbig kritisierte erneut, es gebe eine Betreuungslücke, sobald für Migranten nicht mehr das Flüchtlingsamt zuständig ist – bei den Bewohnern soll es sich um anerkannte Flüchtlinge handeln.

Ein Integrationswille sei bei ihnen derzeit nicht erkennbar, sagte Helbig. Sie wohnten aber in privatrechtlichen Mietverhältnissen, nicht etwa in Unterkünften des Kreises. Der Zugang zur Wohnung sei damit erschwert.

Nach der Unterschriftenaktion hatte Helbig zu runden Tischen eingeladen, an denen neben dem städtischen Ordnungsamt Vertreter der Polizei, des Jobcenters Neue Wege, des Diakonischen Werks und des Feriendorfs Kröckelbach teilnahmen, das sich Flüchtlingen angenommen hat. kbw

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