Lindenfels

Tierschutz Initiative aus dem Odenwald gibt Tipps zur Vermeidung von Krankheiten bei den Vierbeinern

Haustiere rechtzeitig vor Reisen impfen

Archivartikel

Lindenfels.In einer Pressemitteilung appelliert die Tierschutzinitiative Odenwald (TSI) an Besitzer von Haustieren, ihre Lieblinge gegen Krankheiten impfen zu lassen. Impfungen seien unverzichtbare Maßnahmen, um das Auftreten und Verbreiten von vielen auch auf den Menschen übertragbare Krankheiten (Zoonosen) einzudämmen. Dabei werde der zu schützenden Organismus mit den entsprechenden Antigenen (‘Krankheitserreger’) kontrolliert in Kontakt gebracht, um die Bildung von Antikörpern und langlebigen Gedächtniszellen anzutreiben. Diese seien dann bei einer tatsächlichen Infektion schon ausgebildet und können sofort mit der Immunabwehr beginnen, erläutern die Tierschützer.

Es gibt eine Vielzahl an Krankheiten und Erreger, mit denen sich auch Haustiere jeden Tag konfrontiert sehen. Ähnlich wie Menschen werden Tiere nicht gegen jede mögliche Krankheit geimpft. Die „ständige Impfkommission Veterinärmedizin“ erarbeitet unter anderem Leitlinien zur Impfung von Kleintieren und Pferden. Dabei wird darauf geachtet, dass man einen sicheren Schutz der Tierpopulation erzielt, um Epidemien zu verhindern und einen optimalen Schutz für Einzeltiere zu gewährleisten.

Dazu wird zwischen Core und Non-Core Impfungen unterschieden. Core-Komponenten der Vakzinen richten sich gegen Erreger, gegen die jedes Tier zu jeder Zeit geschützt sein muss. Non-Core-Komponenten richten sich gegen Erreger, gegen die Tiere nur unter besonderen Umständen geschützt werden müssen. „Die Häufigkeit des Auftretens verschiedener Krankheiten hängt also auch davon ab, wo man sich befindet und welchen Erregern man ausgesetzt wird“, schreibt die TSI.

Die „jährliche Gesundheitsberatung mit Impfgespräch“ zur Ermittlung des individuellen Impfprogramms soll bei einem Gespräch mit dem Tierarzt dazu dienen, einen möglichst optimalen Impfschutz für das Haustier und sein Umfeld zu schaffen. Bei diesem Gespräch wird geklärt, ob der Impfstoff gut vertragen wurde, ob weitere Krankheitsanzeichen aufgetreten sind seit der letzten Impfung und welche Impfungen denn überhaupt notwendig sind. Die Verträglichkeit ist besonders wichtig, um die Belastung des Tieres durch die Immunantwort möglichst gering zu halten.

Für Auslandsreisen mit dem Haustier sollten sich Besitzer lange genug im Voraus informieren, empfehlen die Tierschützer. Die Impfung gegen Leishmaniose etwa gehe mit einer gewissen Vorbereitungszeit einher. Hier rät die TSI, bis zu sechs Monate vor Reisebeginn um die Impfung zu kümmern. Zum einen, weil drei Injektionen im Abstand von drei Wochen stattfinden müssen. Im Anschluss an die letzte Injektion brauche es dann noch weitere vier Wochen, bis der Impfschutz gewährleistet ist. Zum anderen wird der Impfstoff häufig nur auf Bedarf bestellt. lp

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