Lindenfels

Bauen Nach einigen Diskussionen stimmte das Stadtparlament einer Satzungsänderung zu

Höhere Dächer ermöglicht

Lindenfels.Im Gebiet des Bebauungsplans „Rothenberg“ können Bauherren künftig die Höhe der Häuser auf 1,95 Meter über dem jetzigen Dachfirst anheben. Der dazu nötigen Änderung des Bebauungsplans stimmte das Lindenfelser Stadtparlament zu – wenn auch nach Kontroversen.

Anlass für den Tagesordnungspunkt war das Vorhaben eines Anwohners, in die Höhe zu bauen um so mehr Wohnraum zu schaffen. Es gibt aber die Befürchtung, dass dadurch die Sicht aus anderen Gebäuden auf das Tal eingeschränkt wird und das Gebiet zudem seinen Ensemble-Charakter verliert. Letztlich betraf die Entscheidung über 20 Gebäude. Der Bauausschuss hatte diese Woche bei einer Gegenstimme für die Satzungsänderung votiert. Zwischenzeitlich gab es massive Kritik von Anwohnern an den Plänen.

Keine Mehrheit für Vertagung

Verdichtung, Beeinträchtigung der Sicht einerseits und die Schaffung von Wohnraum andererseits seien der Grund, warum sich die SPD-Fraktion mit der Entscheidung schwergetan habe, sagte deren Vorsitzender Thomas Bauer bei der entscheidenden Sitzung des Stadtparlaments. Letztlich stimmten daher alle Mitglieder für sich ab.

Ein Antrag der Grünen, die Entscheidung zu vertagen, fand keine Mehrheit. Die Bevölkerung hätte – ob vorgeschrieben oder nicht, mehr eingebunden werden müssen, kritisiert Fraktionsvorsitzender Jochen Ruoff. Die Grünen enthielten sich letztlich der Stimme.

Bereits 2019 habe die bauwillige Familie den Bauantrag gestellt, hielt Inge Morckel von den Liberalen dagegen. Es sei kaum zumutbar, sie noch länger warten zu lassen. Bestehender Bestand werde aufgestockt und damit auch das Baugesetzbuch eingehalten. Es sei an der Zeit, voranzuschreiten, sagte Alexander Stromenger (LWG) mit Blick darauf, dass der aktuelle Bebauungsplan auf die 60er Jahre zurückgeht.

Letztlich stimmten 15 Parlamentarier für die Änderung und fünf dagegen, während sich weitere fünf enthielten. kbw

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