Lindenfels

Stadtentwicklung Bürgermeister Michael Helbig nimmt Stellung zu Leserbrief

Info-Punkt soll den Tourismus stärken

Lindenfels.„Entwicklungen in einer Kommune zu gestalten heißt Verantwortung zu übernehmen, Mehrheiten für seine Ideen zu finden und diese dann umzusetzen.“ So kommentiert der Lindenfelser Bürgermeister Michael Helbig einen Leserbrief in dieser Zeitung, in der der Stadt vorgeworfen wurde, „unbedachte Projekte auf Kosten der Bürger“ zu betreiben.

Die Autorin stelle „teilweise nicht haltbare Behauptungen auf und vermengt Sachverhalte und Themen“, kommentiert Helbig den Brief. Es stimme zwar, dass die Hessen-SPD die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge forciere. Sie betonte dabei aber stets, dass dies seitens des Landes mit einem finanziellen Ausgleich für die Kommunen hinterlegt werden müsse. Die schwarz-grüne Landesregierung lehne die Pläne ab, wahrscheinlich aufgrund der gleichzeitig geforderten Kompensationszahlung an die Kommunen hierfür, so der Bürgermeister.

„Lindenfels, gerade aus dem Schutzschirm entlassen, ist auf jeden Euro angewiesen. Da kann man nicht fahrlässig auf Einnahmen verzichten, oder dies der Allgemeinheit aufbürden.“

Zahl der Stellen nicht gestiegen

Von dem angesprochenen Infopunkt an der Burg Lindenfels erwarte nicht nur die Stadt Lindenfels positive Effekte im Tourismus, sondern auch ihre Projektpartner, darunter der der Unesco-Geopark. „Schließlich möchten wir unser Prädikat Heilklimatischer Kurort erhalten, so dass wir im Bereich des Tourismus auch Dinge vorweisen müssen“, so der Lindenfelser Verwaltungschef weiter.

„Wenn 2013 im Haushalt 33 Stellen stehen und 2019 im Haushalt 32,9 Stellen aufgeführt sind, will ich nicht von einer unverhältnismäßigen Aufstockung des Personals reden. Outsourcing gab es in meiner Wahlzeit bei der Lohnabrechnung, die inzwischen durch den Kreis Bergstraße vorgenommen wird. Mäharbeiten an Quellen, Winterdienst in den Stadtteilen und Straßenbau werden schon seit langen Jahren von qualifizierten Fachfirmen erledigt“, betont Michael Helbig.

Von Grundstücken in Kolmbach oder Glattbach, die der Feuerwehr zur Verfügung gestellt werden könnten, habe er wie auch der Rest der Verwaltung „keinerlei Kenntnis“. Das sei auch nie Diskussionsgegenstand in den städtischen Gremien gewesen.

„Auch die Summe von 700 000 Euro für ein Grundstücksgeschäft entbehrt jeder Grundlage.“ Kein angesprochener Punkt in besagtem Leserbrief ist für mich stichhaltig oder nachvollziehbar. Deshalb erschien mir die Darstellung der Sachverhalte aus Sicht der Verwaltung hierzu dringend geboten“, erläuterte Michael Helbig abschließend. red

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