Lindenfels

Tagesstätte Morgenstern Kindergartenkinder erlebten eine Woche im Zeichen der Natur

Kleine Umweltschützer sammelten im Wald Abfall ein

Archivartikel

Winterkasten.Wer in den vergangenen Tagen auf dem Winterkastener Röttweg spazieren ging, dem kamen in der frühen Mittagszeit schon mal verschwitzte Drei- und Vierjährige entgegen. „Wir haben so viel geschafft“, gab es da zu hören, „wir haben den ganzen Müll eingesammelt.“ Stolz präsentierten die Kinder dabei Frühstücksbeutel mit Abfällen, die weniger liebenswerte Zeitgenossen als sie selbst in der Natur entsorgt hatten.

Das Sammeln von Müll im Wald und auf den Spielplätzen war Teil einer ganzen Woche, in der Kinder und Erzieherinnen der evangelischen Kindertagesstätte Morgenstern in Winterkasten sich mit der Natur und den Zusammenhängen in der Natur beschäftigten. Unter dem Motto „Viele kleine Leute, die an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern“ (einem afrikanischen Sprichwort) wurde in jedem Morgenkreis zuerst miteinander überlegt, was zu einer heilen Umwelt gehört und wie es möglich ist sie zu achten und zu schützen.

Schauspiel über Müll im Meer

Damit wurde auch das Thema des diesjährigen Weltkindertages aufgenommen: „Kinder haben Rechte“, nämlich auch das Recht auf eine intakte Umwelt und Lebensverhältnisse.

Das Thema Müllvermeidung wurde anhand eines Schauspiels demonstriert, in dem Touristen ihre Hinterlassenschaft aus Kunststoff großzügig im Meer verteilen.

Der sorgsame Umgang mit Rohstoffen wurde am Beispiel des Papiers dargestellt, dessen Herstellungsprozess vom Baum bis zum Malbogen dargestellt wurde. So lernten etwa alle miteinander, dass es auch ausreicht, zum Händeabtrocknen nur zwei Papiertücher zu verwenden, um Ressourcen einzusparen. Denn Bäume sind die Hauptsauerstoffproduzenten auf der Erde. Dazu gab es tägliche Ausflüge in den Wald und auf die Wiesen ringsum.

Termin bei einem Jäger

Ein Jäger erklärte den Kindern Fauna und Flora des Waldes, mit Natur- und Alltagsmaterialien wurde gebastelt. Und es wurde ein Bienenkoffer zum Kennenlernen der so kleinen und doch so großem Nützlinge ausprobiert. Natürlich gab es danach leckere Honigbrote für die jungen Naturschützer.

Mit einem Gebet schlossen die jeweiligen Tage. Zum Ende der Natur-Woche gab es für alle teilnehmenden Kinder selbstgestaltete Umweltretter-Ausweise und dazu je einen kleinen Indianerbeutel mit Blumensamen.

„Doch ganz wollen und können wir dieses Thema nicht abschließen, denn auch in Zukunft werden wir hier alle miteinander auf unsere Umwelt achten und sie schützen!“, so das Team der Kindertagesstätte Morgenstern. red

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